Freund von William und Kate Jockey Waley-Cohen gewinnt Grand National mit krassem Außenseiterpferd

Die Wetten standen 50:1 gegen ihn. Doch dann gewann Wallach Noble Yeats das berühmteste Hindernisrennen der Welt – mit einem 39 Jahre alten Amateur im Sattel, der sein allerletztes Rennen bestritt.
Hier noch mittendrin: Noble Yeats und Jockey Sam Waley-Cohen

Hier noch mittendrin: Noble Yeats und Jockey Sam Waley-Cohen

Foto: Oli Scarff / AFP

Es sollte sein letztes Rennen als Jockey sein, für Sam Waley-Cohen und seinen Wallach Noble Yeats standen die Quoten beim prestigeträchtigen Grand National 50:1. Dann fiel der Startschuss auf der Galopprennbahn Aintree bei Liverpool – und nach 7200 Metern hatte der siebenjährige Außenseiter Noble Yeats das berühmteste Hindernisrennen der Welt mit einem überwältigenden Vorsprung von rund drei Längen vor 15:2-Favorit Any Second Now gewonnen.

Platz drei im Feld der 40 Pferde belegte Delta Work. Zwei weitere Favoriten kamen nicht ins Ziel: Die Vorjahressiegerin Minella Times stürzte, Snow Leopardess blieb vor der zweiten Runde stehen.

Größter Erfolg im letzten Rennen: Sam Waley-Cohen

Größter Erfolg im letzten Rennen: Sam Waley-Cohen

Foto: Jon Super / AP

Noble Yeats, der in seiner Laufbahn zuvor nur drei kleinere Rennen gewann, wird von Emmet Mullins trainiert. Für den 39 Jahre alten Waley-Cohen bedeutete der Sieg im letzten Rennen seiner Karriere den größten Erfolg. Das Rennen war mit umgerechnet 1,2 Millionen Euro dotiert.

»Es ist ein Traum, ich konnte es nicht glauben«, sagte Waley-Cohen dem Fernsehsender ITV. »Seit zehn Jahren sage ich zu all meinen Freunden: Wenn ich das Grand National gewinnen würde, würde ich auf der Stelle in Rente gehen.«

Prinz William und Herzogin Kate gratulieren

Auch Trainer Mullins war überwältigt. Er könne immer noch nicht glauben, dass Noble Yeats den Favoriten Any Second Now so eindeutig schlagen konnte. »Dass Sam sich mit einem solchen Sieg verabschiedet«, das könne man sich nicht ausdenken, sagte Mullins. »Das ist der Stoff, aus dem die Träume sind.«

Any Second Now hatte das Rennen gegen Ende angeführt, dann zog Noble Yeats auf der Innenbahn vorbei

Any Second Now hatte das Rennen gegen Ende angeführt, dann zog Noble Yeats auf der Innenbahn vorbei

Foto: OLI SCARFF / AFP

Zu den ersten Gratulierenden in den sozialen Medien gehörten unter anderen Prinz William und Herzogin Kate. Mit dem royalen Paar ist Waley-Cohen seit vielen Jahren befreundet, war Gast auf dessen Hochzeit 2011 – und soll gar, so schrieb es die englische Boulevardzeitung Daily Mail geschwind , »berühmt« dafür sein, »dass er dazu beigetragen hat, die Beziehung von Kate und William nach ihrer Trennung im März 2007 wieder aufleben zu lassen«.

Seit Samstag ist Waley-Cohen berühmt für das vielleicht erstaunlichste letzte Rennen eines Amateurjockey im Pferderennsport.

sak/Reuters
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