Handball-Champions-League THW Kiel verpasst das Finale gegen Nationaltorhüter Wolff

Die Ausfälle einiger Starspieler konnten nicht kompensiert werden, Kiels Handballer haben den Kampf ums Champions-League-Finale gegen Barcelona verloren. Hoffnungen auf den Titel darf sich Andreas Wolff machen.
Patrick Wiencek und die Kieler hatten es gegen Barcelona schwer

Patrick Wiencek und die Kieler hatten es gegen Barcelona schwer

Foto: Marius Becker / dpa

Trotz einer kämpferisch starken Vorstellung hat der THW Kiel das Endspiel in der Champions League verpasst und muss somit weiter auf den fünften Triumph nach 2007, 2010, 2012 und 2020 warten. Der deutsche Rekordmeister unterlag am Samstag im Halbfinale vor 19.750 Zuschauern in Köln gegen Titelverteidiger und Rekordsieger FC Barcelona 30:34 (18:19).

Im Spiel um Platz drei trifft der THW am Sonntag auf Ungarns Topclub Telekom Veszprem (15.15 Uhr). Barcelona wird im Kampf um Europas Handball-Krone von Vive Kielce mit Nationaltorwart Andreas Wolff herausgefordert (18 Uhr/Stream: Dazn).

In der Neuauflage des siegreichen Endspiels von 2020 zeigten sich die Kieler vom Ausfall ihrer verletzten Schlüsselspieler Sander Sagosen und Hendrik Pekeler zunächst unbeeindruckt. Doch ab der zweiten Hälfte wurde das Spiel klarer, Barcelona zog erstmals mit drei Toren davon und gab die Partie nicht mehr ab.

Patrick Wiencek war mit sieben Toren bester Werfer des Teams von Trainer Filip Jicha, der als Spieler sowohl mit dem THW als auch mit Barça die wichtigste Trophäe im Vereinshandball gewinnen konnte.

Andreas Wolff im Halbfinale

Andreas Wolff im Halbfinale

Foto: Martin Rose / Getty Images

Nationaltorwart Wolff hatte zuvor mit Vive Kielce das Endspiel in der Champions League erreicht. Der polnische Meister gewann das erste Halbfinale gegen den ungarischen Topclub Telekom Veszprem 37:35 (16:18) und darf auf den zweiten Triumph in der Königsklasse nach 2016 hoffen. »Ich bin sehr, sehr glücklich. Wir haben viel Herz und Charakter gezeigt und eine unglaubliche Moral bewiesen«, sagte Wolf: »Ich muss jetzt erst einmal etwas essen. Ich bin unglaublich müde.«

2016er-Europameister Wolff begann bei seiner Final-Four-Premiere in Köln zwischen den Pfosten, musste seinen Platz nach einem ordentlichen Beginn mit zwei Paraden aber räumen. Nach der Pause griff der 31-Jährige wieder ein und hielt einen Siebenmeter (33.).

jan/dpa
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