Handball-Präsident Michelmann Rückzug von der EM? – »Dann wären wir pleite gewesen«

Nun hat es auch den Handball-Boss erwischt: DHB-Präsident Andreas Michelmann hat Corona. Ein vorzeitiger Rückzug vom Turnier war aber nie eine Option, sagt er.
DHB-Boss Andreas Michelmann

DHB-Boss Andreas Michelmann

Foto: Sascha Klahn/ Bongarts/Getty Images

DHB-Präsident Andreas Michelmann hat klargemacht, dass ein Rückzug der deutschen Mannschaft von der Endrunde der Handball-EM trotz der zahlreichen Coronafälle im Team keine Option gewesen sei. Kurzfristig wären auf den Verband in diesem Fall Regressforderungen in zweistelliger Millionenhöhe zugekommen, sagte er dem Onlineportal »Sportbuzzer«. »Klipp und klar: Wir wären als DHB dann pleite gewesen«, sagte Michelmann. Zudem habe die Mannschaft stets kommuniziert, das Turnier zu Ende spielen zu wollen. »Sie wäre dieser Chance beraubt worden«, sagte Michelmann.

Bei dem Turnier in Ungarn und der Slowakei hatten sich im Verlauf insgesamt 15 deutsche Spieler infiziert, dazu weitere Mitglieder der Delegation. Zuletzt nun auch noch der Präsident selbst: Michelmann ist nach der Rückkehr von der Europameisterschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden. »Mir geht es so weit gut. Husten, Schnupfen – von allem ein bisschen, aber nichts Dramatisches. Ich bin ja auch geboostert«, sagte der 62-Jährige.

Eine EM-Rückkehr zum Final-Wochenende in Budapest, wo der DHB am Samstag seine Pläne für die Heim-Europameisterschaft 2024 vorstellen will, schloss Michelmann aber aus.

Das DHB-Team spielt am Abend (18 Uhr) seine letzte Hauptrundenpartie gegen Russland. Die Mannschaft hat allerdings keine Chance mehr, das Halbfinale zu erreichen.

aha/dpa
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