Nach BVB-Freistellung Handballtrainer Fuhr gibt auch Stelle beim DHB auf

Zwei Tage nach seiner Freistellung beim Frauenhandball-Vizemeister Borussia Dortmund hat sich André Fuhr auch als Nachwuchstrainer beim Deutschen Handballbund zurückgezogen. Zwei Spielerinnen hatten Vorwürfe erhoben.
André Fuhr in seinem Ex-Amt als BVB-Trainer, auch beim DHB hörte er jetzt auf

André Fuhr in seinem Ex-Amt als BVB-Trainer, auch beim DHB hörte er jetzt auf

Foto: Alexander Keppler / imago images/Pressefoto Baumann

Der von seinem Verein Borussia Dortmund freigestellte Handballtrainer André Fuhr wird künftig nicht mehr für den Deutschen Handballbund tätig sein. Fuhr habe den DHB darüber informiert, »dass er aufgrund der aktuellen Diskussionen um seine Person nicht für den Aufbau der neuen U19/20-Nationalmannschaft zur Verfügung steht«, hieß es am Mittwoch in einer Verbandsmitteilung. Der 51-Jährige war seit 2019 auf Honorarbasis für diese Altersklasse zuständig. Der DHB würde dem Wunsch des Trainers entsprechen.

Am Montag hatte der Bundesligist aus Dortmund Konsequenzen aus den Geschehnissen um die Kündigungen der beiden Nationalspielerinnen Mia Zschocke und Amelie Berger gezogen und Fuhr mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Die Entscheidung über die Freistellung sei laut BVB jedoch »ausdrücklich nicht mit einer Vorverurteilung verbunden«. Der gesamte Vorgang habe lediglich »eine Fokussierung des Kaders sowie der gesamten Abteilung auf den Handballsport nahezu unmöglich gemacht«, hieß es in einer BVB-Mitteilung.

Zschocke, die sich nun dem norwegischen Klub Storhamar Handball Elite angeschlossen hat, und Berger hatten eine mittlerweile akzeptierte fristlose Kündigung ihrer Verträge in Dortmund eingereicht. Im Zusammenhang mit dieser Kündigung hatte es ein Krisentreffen gegeben, an dem auch Vertreter der Anlaufstelle bei Gewalt und Missbrauch im Spitzensport teilgenommen hatten.

vgl/dpa
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