Sieg gegen die Färöer Deutsche Handballer qualifizieren sich für WM 2023

Die Färöer-Inseln waren keine große Hürde: Deutschlands Handballer reisen zur WM 2023 nach Polen und Schweden. Gelingt keine Leistungssteigerung, könnte das Turnier aber zur Enttäuschung werden.
Sind bei der WM 2023 dabei: Simon Ernst (l.), Johannes Golla und die DHB-Herren

Sind bei der WM 2023 dabei: Simon Ernst (l.), Johannes Golla und die DHB-Herren

Foto: IMAGO/Marco Wolf / IMAGO/wolf-sportfoto

Deutschlands Handballmänner haben sich für die Weltmeisterschaft 2023 qualifiziert. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason gewann das Play-off-Rückspiel bei den Färöer mit 33:27 (15:16) und sicherte sich damit die Teilnahme an der WM-Endrunde im Januar 2023 in Polen und Schweden.

Beste Torschützen am Samstagabend vor 1750 Zuschauern in Torshavn waren Spielmacher Luca Witzke und Linksaußen Lukas Mertens mit je fünf Treffern. Das Team hatte bereits das Hinspiel mit 34:26 für sich entschieden.

Nach dem recht deutlichen, aber glanzlosen Sieg am Mittwoch forderte Gislason von seinen Stars vor dem Trip auf die Färöer einen weiteren Erfolg – und eine deutliche Leistungssteigerung. Doch letzterem kamen Kapitän Johannes Golla und Co. lange nicht nach.

Pausenrückstand beim Außenseiter

Ob in der defensiven 6:0-Deckung oder einer offensiveren 3:2:1-Variante: Die Färöer hatten in der ersten Hälfte kaum Mühe zu ihren Treffern zu gelangen und gingen kurz vor der Pause sogar erstmals in Führung (15:14). Der im Hinspiel noch so starke Andreas Wolff verließ zur Pause entnervt sein Tor. Für ihn durfte Till Klimpke im zweiten Abschnitt ran.

Nach dem Seitenwechsel übernahm das deutsche Team schließlich das Kommando. Weil Gislasons Team nun ruhiger spielte und sich beim Gegner zunehmend Unkonzentriertheiten einschlichen, drehte Deutschland binnen weniger Minuten das Spiel.

»Unser Ziel war es zur WM zu fahren und beide Spiele zu gewinnen. Dass nicht alles optimal war, müssen wir auch zugeben. Aber wir haben unser Ziel, wenn auch nicht mit Bravour, erreicht«, sagte Golla. Gislason bekannte, das Spiel habe ihn »ziemlich viele Nerven gekostet«, über die zweite Halbzeit seines Teams verlor der Bundestrainer jedoch lobende Worte: »Wir haben besser gespielt und es dann souverän nach Hause gebracht.«

Bis zum WM-Turnier im Januar 2023, das zeigten die Spiele gegen die Färöer deutlich, gibt es für Gislason und seine Mannschaft noch reichlich zu tun. Viel Zeit bleibt dafür allerdings nicht: Das nächste Trainingslager ist im Herbst, ein Pflichtspiel wird es bis zum neuen Jahr nicht mehr geben. Bei der letzten WM 2021 in Ägypten landete Deutschland auf Rang zwölf, es war die schlechteste Platzierung bei den bisherigen 25 Turnier-Teilnahmen.

cev/sid
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