Positiver Test bei Nationalspieler Kühn Deutsche Handballer haben ihren ersten Coronafall bei der EM

Bislang war die DHB-Auswahl als eine von wenigen Mannschaften von Coronafällen verschont geblieben, nun wurde bei Julius Kühn eine Infektion bekannt. Gegen Belarus am Freitag war er noch im Einsatz.
Julius Kühn gegen im Spiel gegen Belarus

Julius Kühn gegen im Spiel gegen Belarus

Foto: Marijan Murat / dpa

Rückschlag für die deutschen Handballer bei der EM: Julius Kühn fällt für die zwei Vorrundenspiele gegen Österreich am Sonntag und zwei Tage später gegen Polen (beide 18 Uhr) aus. Das gab die deutsche Handball-Nationalmannschaft bekannt. Der Rückraum-Profi wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Anschließend begab sich Kühn in Isolation.

Auch alle weiteren, am Samstag erneut negativ getesteten Delegationsmitglieder haben sich in ihre Zimmer begeben. Die deutschen Handballer hatten zuvor am Freitag ihr Auftaktspiel 33:29 gegen Belarus gewonnen. Kühn war mit sechs Treffern maßgeblich am Erfolg beteiligt.

Kühn habe bereits eine Booster-Impfung erhalten und sei symptomfrei, heißt es vom Verband. Der im positiven Testergebnis ermittelte Ct-Wert deute auf eine geringe Infektiosität hin. Laut Regeln der EHF fällt Kühn für mindestens fünf Tage aus. Weitere Tests sind bei den deutschen Handballern für den morgigen Sonntag noch vor dem Österreich-Spiel angesetzt.

Bei der EM in Ungarn und der Slowakei sind bereits etliche Teams von Coronafällen betroffen. Für die deutsche Auswahl ist der positive Test von Kühn nun der erste Coronafall.

Bundestrainer Alfred Gíslason hatte sich am Samstagvormittag skeptisch angesichts der kaum vorhandenen Coronavorschriften in Ungarn gezeigt. »Ich bin gespannt, wie das weitergeht in diesem Turnier. Wenn man sieht, dass in Budapest 20.000 bei einem Spiel sind und keiner eine Maske trägt, muss man sehen, welchen Verlauf das dann nimmt.«

Die deutsche Mannschaft bestreitet ihre Vorrundenspiele allerdings in der Slowakei. Mit den Zuständen im deutschen Quartier zeigte sich Gíslason zufrieden.

jan