Handball-EM Deutsches Not-Aufgebot kassiert gegen Spanien erste Niederlage

Gebeutelt von ihren zahlreichen Coronafällen konnten die deutschen Handballer gegen den EM-Titelverteidiger Spanien nicht mithalten. Das DHB-Team verzweifelte am spanischen Torwart.
Fabian Wiede im Zweikampf mit Antonio Jésus García Robledo

Fabian Wiede im Zweikampf mit Antonio Jésus García Robledo

Foto: MARTIN DIVISEK / EPA

Die deutschen Handballer haben ihr erstes Hauptrundenspiel bei der EM verloren. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gíslason unterlag Titelverteidiger Spanien 23:29 (12:14) und kassierte im vierten Turnierspiel die erste Niederlage. Beste deutsche Werfer vor 1683 Zuschauern in der Ondreja Nepelu Arena in Bratislava waren Kapitän Johannes Golla und Patrick Zieker mit je vier Toren.

Immer wieder verzweifelten die deutschen Angreifer am überragenden spanischen Torwart Gonzalo Pérez de Vargas, der 16 teilweise herausragende Paraden zeigte.

Nächster Gegner der von elf Coronafällen gebeutelten DHB-Auswahl ist am Freitag (20.30 Uhr/ZDF) Norwegen. Weitere Gegner sind Vizeweltmeister Schweden am Sonntag (18 Uhr/ARD) und Russland am Dienstag (18 Uhr/ZDF). Die besten beiden Mannschaften der Sechsergruppe ziehen ins Halbfinale in Budapest ein. Deutschland hat 2:2 Punkte auf dem Konto.

Erfreuliche Nachrichten hatte der Deutsche Handballbund (DHB) wenige Stunden vor dem Anwurf mitgeteilt: Die am Mittwochabend abgenommenen PCR-Tests fielen durchweg negativ aus, erstmals seit Sonntag gab es in der deutschen Mannschaft somit keinen neuen Coronafall.

Steinert vom PCR-Test direkt in die Halle

Kurz vor dem Anpfiff wurde es sogar noch besser: Steinert konnte zur Partie gegen Spanien auflaufen – und das, obwohl er am Mittwoch als zwölfter Spieler des DHB-Teams einen positiven Befund erhalten hatte. Sein PCR-Test hatte laut DHB einen »schwach positiven Befund«, nach ausschließlich negativen weiteren Tests war er überraschend kurzfristig doch spielberechtigt.

Doch selbst Steinerts Einwechslung zur zweiten Halbzeit half nichts. Die ausgebufften Spanier spielten phasenweise Weltklasse. Die deutschen Angreifer fanden kaum ein Mittel gegen die bewegliche 6:0-Deckung des Top-Teams – und wenn sie dann doch durchbrachen, scheiterten sie am glänzenden Pérez de Vargas zwischen den Pfosten.

aha/sid/dpa
Mehr lesen über