Handball-EM Gislason reagiert auf Corona-Chaos – fünf Spieler nachnominiert

Es ist das Worst-Case-Szenario für das deutsche Handballteam bei der Europameisterschaft. Nach fünf weiteren Coronafällen in der Mannschaft hat der Bundestrainer den Kader großflächig aufgestockt.
Torwart Andreas Wolff gehört jetzt auch zu den Coronafällen im DHB-Team von Alfred Gislason

Torwart Andreas Wolff gehört jetzt auch zu den Coronafällen im DHB-Team von Alfred Gislason

Foto: RADOVAN STOKLASA / REUTERS

Bundestrainer Alfred Gislason hat umgehend auf den Coronaausbruch bei den deutschen Handballern reagiert und gleich fünf Spieler für die Europameisterschaft nachnominiert. Torwart-Routinier Johannes Bitter, Linksaußen Rune Dahmke, Kreisläufer Sebastian Firnhaber sowie die Rückraumspieler Paul Drux und Fabian Wiede sollen schon am heutigen Dienstag zum Team in Bratislava stoßen, wie der Deutsche Handballbund (DHB) am Montagabend mitteilte.

Ob sie schon am Dienstagabend (18 Uhr ZDF) beim abschließenden Vorrundenspiel gegen Polen mitwirken können, ist aber noch unklar. Alle fünf müssen unmittelbar nach der Ankunft in der Slowakei einen PCR-Test ablegen, dessen negatives Ergebnis bis zum Anpfiff vorliegen muss.

Am Montagabend waren fünf weitere Nationalspieler positiv auf Corona getestet worden. Torwart Andreas Wolff, die Rückraumspieler Kai Häfner und Luca Witzke sowie die Außen Timo Kastening und Lukas Mertens fehlen der DHB-Auswahl damit vorerst beim Turnier in der Slowakei und Ungarn.

Insgesamt hat die deutsche Mannschaft nun sogar schon sieben Coronafälle in den eigenen Reihen. Bereits am Samstag war Rückraumspieler Julius Kühn positiv getestet worden sowie anschließend auch noch der für ihn nachnominierte Hendrik Wagner.

Alle Spieler wurden umgehend isoliert und müssen laut der Turnierregeln mindestens fünf Tage in Quarantäne bleiben. Erst danach könnten sie sich mit zwei negativen PCR-Tests an zwei aufeinanderfolgenden Tagen freitesten.

aha/dpa
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