Handball-Europameisterschaft Deutschland scheidet nach dritter Niederlage aus

Die ersten Spieler sind nach den vielen positiven Coronatests schon zu Hause, das restliche Team wird bald folgen. Gegen Schweden verlor die deutsche Handball-Nationalmannschaft auch das dritte Hauptrundenspiel.
Wieder eine starke Leistung von Deutschlands Handballer Julian Köster (l.)

Wieder eine starke Leistung von Deutschlands Handballer Julian Köster (l.)

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Marco Wolf / imago images/wolf-sportfoto

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Ungarn und der Slowakei keine Chance mehr, das Halbfinale zu erreichen. Im dritten Spiel der Hauptrunde verlor das Team von Bundestrainer Alfred Gislason gegen Vizeweltmeister Schweden 21:25 (10:12), wie schon bei den Pleiten gegen Spanien und Norwegen war der DHB-Auswahl auch in diesem Spiel der Substanzverlust und die fehlende Routine anzumerken.

Nach den positiven Corona-Testergebnissen von Sebastian Firnhaber und Christoph Steinert am Samstag hat Gislason mittlerweile zwölf Ausfälle zu verkraften, mit Hendrik Wagner kehrte immerhin ein freigetesteter Spieler in den Kader zurück.

Gegen Schweden lag die deutsche Mannschaft in Bratislava von Anfang an zurück und vergab dabei wie schon in den Spielen zuvor zu viele klare Torchancen. Tobias Reichmann verwandelte nur einen von zwei Siebenmetern, Spielmacher Philipp Weber blieb bei zwei Versuchen torlos und Patrick Wiencek scheiterte direkt vor dem Pausenpfiff frei stehend am starken schwedischen Torhüter Andreas Palicka, der viele Jahre in der Bundesliga für den THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen im Einsatz war. Bester deutscher Spieler war Nachwuchshoffnung Julian Köster, der mit seinen 21 Jahren das Spiel lenkte und mit insgesamt vier Treffern zum besten Werfer avancierte.

Die zweite Hälfte begann mit zwei risikoreichen Pässen von Fabian Wiede, beide wurden abgefangen und so nahm sich die DHB-Auswahl die Chance, mit einem Blitzstart in Führung zu gehen. Denn die Schweden wirkten ebenfalls nicht so frisch wie bei den klaren Siegen gegen Russland und Polen. Bis zum 15:15 (42. Minute) war das Spiel offen, doch dann fanden die Skandinavier zu ihrer Linie zurück und ließen sich die knappe Führung bis zum Ende nicht mehr nehmen.

Zum Abschluss der Hauptrunde trifft Deutschland am Dienstag auf Russland, kann dann aber nicht mehr auf einen der ersten beiden Tabellenplätze springen.

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