Corona-Ausbruch bei der EM Deutscher Handballbund bietet Spielern psychologische Hilfe an

Viele Spieler infiziert und isoliert, die Situation »beklemmend«: Die Bedingungen bei der Handball-EM nagen an der deutschen Mannschaft. Nach der Niederlage gegen Spanien soll das Team mentale Unterstützung erhalten.
Sichert dem deutschen Team psychologische Hilfe zu: DHB-Sportvorstand Axel Kromer

Sichert dem deutschen Team psychologische Hilfe zu: DHB-Sportvorstand Axel Kromer

Foto: Laci Perenyi / imago images/Laci Perenyi

Der Deutsche Handballbund (DHB) hat seinen Nationalspielern aufgrund der Ausnahmesituation bei der EM in der Slowakei psychologische Hilfe angeboten. »Jeder für sich kann die Wahl treffen, ein Gespräch mit einem Psychologen zu führen«, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer laut dem Sport-Informations-Dienst nach dem 23:29 zum Hauptrundenstart gegen Titelverteidiger Spanien.

DHB-Sportvorstand Axel Kromer sichert dem deutschen Team psychologische Hilfe zu

DHB-Sportvorstand Axel Kromer sichert dem deutschen Team psychologische Hilfe zu

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Marco Wolf / imago images/wolf-sportfoto

Die Handballer isolieren sich aufgrund von mittlerweile elf Coronafällen bei der Europameisterschaft derzeit weitestgehend. Nur zu Spielen und für Trainingseinheiten verlassen die Spieler von Bundestrainer Alfred Gislason ihre Einzelzimmer im Hotel in Bratislava. Kromer bezeichnete die Situation für die Mannschaft dem Bericht zufolge als »nicht schön« und »beklemmend«. Bislang habe allerdings kein Spieler das Angebot wahrgenommen.

»Größtes Handballteam aller Zeiten«

Durch Nachnominierungen befinden sich mittlerweile 28 deutsche Handballer in der slowakischen Hauptstadt. »Wir sind das größte Handballteam aller Zeiten bei einer Meisterschaft, die Trophäe können wir gewinnen – da brauchen wir aber nicht stolz drauf sein«, wird Kromer zitiert.

Der Funktionär berichtete demnach außerdem, dass der DHB ein negatives PCR-Testergebnis von Julius Kühn erhalten hat. Fällt beim 2016er-Europameister, der im deutschen Lager als erster Spieler positiv getestet worden war, der Befund einer weiteren Analyse negativ aus, könnte er schon für das zweite Hauptrundenspiel am Freitag gegen Norwegen in den Kader zurückkehren.

Zuvor werde aber ein medizinischer Check durchgeführt, bekräftigte Kromer weiterhin. Erst nach einer Beurteilung durch einen Internisten und Kardiologen werde der Spieler für eine Rückkehr freigegeben.

atb/sid