Handball-Champions-League Kiel verpasst Auftaktsieg in letzter Minute, Flensburg gewinnt

Beschwerlicher Start der deutschen Handball-Topklubs in der Champions League: Während Flensburg nach Rückstand noch siegte, gelang dem THW Kiel nur ein Remis.

Kiels Steffen Weinhold (links) im Duell mit Kielces Kreisläufer Romaric Guillo
MARTIN ZIEMER/EPA-EFE/REX

Kiels Steffen Weinhold (links) im Duell mit Kielces Kreisläufer Romaric Guillo


Der THW Kiel ist mit einem Unentschieden in die Gruppenphase der Champions League gestartet. Gegen den polnischen Club KS Vive Kielce gab es für die "Zebras" am Sonntagabend nur ein 30:30 (14:15). 30 Sekunden vor Schluss hatten die Norddeutschen noch 30:28 geführt.

Das Duell des deutschen gegen den polnischen Rekordmeister war gleichzeitig ein Wiedersehen mit einem prominenten Ex-Kieler: Nationaltorwart Andreas Wolf, vor der Saison nach Kielce gewechselt, zeigte einige gute Paraden. Beste Werfer waren Nikola Bilyk mit sieben Treffern für Kiel sowie Uladzislau Kulesch und Alex Dujshebaev für Kielce (je fünf Tore). Kiels Ruhne Dahmke hatte nach einem Foul an Dujshebaev eine Viertelstunde vor Schluss die Rote Karte gesehen.

Einen erfolgreicheren Auftakt erlebte die SG Flensburg-Handewitt - zumindest, was das Ergebnis betrifft: Der deutsche Meister setzte sich am Sonntag beim slowenischen Titelträger RK Celje 25:24 (13:12) durch. Die Flensburger gaben ihre Pausenführung innerhalb weniger Minuten aus der Hand (15:18). Erst drei Minuten vor dem Ende eroberten die Gäste die Führung zurück.

Kreisläufer Johannes Golla erzielte sechs Treffer für die SG, bei Celje war Josip Sarac mit fünf Treffern der erfolgreichste Werfer. Routinier Holger Glandorf kam auf Seiten der Flensburger zu seinem ersten Saisoneinsatz und erzielte einen Treffer. Der 36-Jährige Rückraumspieler hatte sich aufgrund anhaltender Schmerzen im Juli einer Operation an der Schulter unterzogen.

cev/dpa/sid



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jean-baptiste-perrier 16.09.2019
1. Die großen THW-Zeiten sind vorbei!
Das THW Unentschieden war ein Heimspiel! Der Heimvorteil ist im Handball viel wichtiger als in anderen Sportarten und gut und gerne 5 Tore wert. Man darf also auf das Spiel in Kielce gespannt sein. Der Sieg in der Liga gegen die SG war ja auch eher zurecht gezittert. Die Kieler haben immer noch sehr gute Spieler. Aber eben nicht mehr die absolut Weltbesten wie zu Zeiten von Serdarusic. Omeyer, Karabatic, Lövgren und ganz früher Wislander waren noch andere Kaliber. Und ein Duvnjak war zwar selbst Welthandballer, aber einen Jicha als Leader auf dem Feld ersetzt er auch nicht.
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