Handball-WM Aus im Viertelfinale – Frankreich ist für Deutschland eine Nummer zu groß

Ein starker Beginn und ein überragender Andreas Wolff reichen nicht: In der zweiten Hälfte gehen Deutschlands Handballern gegen Frankreich die Kräfte aus. Das Viertelfinalspiel hatte mit Verspätung begonnen.
Deutschlands Weltklassetorhüter gegen Frankreichs Superstar: Andreas Wolff stellt sich Dika Mem in den Weg

Deutschlands Weltklassetorhüter gegen Frankreichs Superstar: Andreas Wolff stellt sich Dika Mem in den Weg

Foto: Jan Woitas / dpa

Die deutschen Handballer sind bei der Weltmeisterschaft im Viertelfinale ausgeschieden. Gegen Mitfavorit Frankreich hielt die junge DHB-Mannschaft lange gut mit, musste sich am Ende aber doch deutlich 28:35 (16:16) geschlagen geben.

Gestartet war das Spiel gegen den Mitfavoriten mit Superstar Dika Mem mit 20 Minuten Verspätung: Weil sich die Partie Spanien gegen Norwegen (35:34) über zwei Verlängerungen zog, bis ein Sieger feststand, verschob sich der Anwurf für die DHB-Auswahl von 20.30 Uhr auf 20.50 Uhr.

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Aus dem sportlichen Konzept bringen ließ sich die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gíslason, die nach krankheitsbedingtem Ausfall gegen Norwegen wieder auf Rückraumspieler Paul Drux zurückgreifen konnte, durch die Planänderung keinesfalls. Die deutsche Mannschaft startete stark, gleich in der ersten Minute parierte Keeper Andreas Wolff einen Mem–Wurf und brachte den Ball kurz vor der Torlinie zum Stillstand.

Weil Wolff auch in der Folge einen guten Tag erwischte und schon zur Pause neun Paraden verzeichnen konnte, verbrachte die deutsche Mannschaft weite Strecken der ersten Hälfte in Führung. Nach 16 Minuten und Christoph Steinerts Treffer zum 11:7 lagen erstmals vier Tore zwischen Deutschland und Frankreich, deren Trainer Guillaume Gille mit der ersten Auszeit der Partie reagierte. Mit Erfolg: Die nächsten vier Tore fielen für die Franzosen, erst eine deutsche Auszeit brachte die Balance ins Spiel zurück.

So stand es zur Pause auch deshalb 16:16, weil viele deutsche Ballverluste die starke Torhüterleistung egalisierten. »Mit so einem Andi Wolff im Tor müssen wir eigentlich gewinnen«, sagte Teammanager Oliver Roggisch in der Halbzeitpause im ZDF. Es kam jedoch anders.

Frankreich zieht davon

Zu Beginn der zweiten Hälfte ging Frankreich dann erstmals im Spiel in Führung. Diese konnte die deutsche Mannschaft dem Favoriten zwar noch einmal abjagen, doch über die Distanz fehlte es im Vergleich zum französischen Ensemble an Zielgenauigkeit im Abschluss. Als Gíslason fünf Minuten vor Schluss beim Stand von 25:30 eine Auszeit nahm, wirkte die Partie bereits verloren – und das sollte sie auch bleiben. Frankreich trifft im Halbfinale nun auf Schweden, das 26:22 gegen Ägypten gewann.

Die deutschen Handballer warten seit 2007 auf einen WM-Titel, als man im eigenen Land Gold gewann. Die Turnierleistung der deutschen Mannschaft, die sich nach dem enttäuschenden zwölften Platz bei der WM 2021 im Umbruch befindet, gilt jedoch als Grund zur Hoffnung vor der Heim-Europameisterschaft 2024.

cev

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