Zur Ausgabe
Artikel 84 / 113
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Henry Maske

aus DER SPIEGEL 4/1995

wechselte 1990 eher widerwillig ins Profilager. Dem ehemaligen Vorzeigesportler der DDR galt Profiboxen als typisch dekadenter Auswuchs des Spätkapitalismus. Inzwischen blieb Maske, 31, in 25 Profikämpfen ungeschlagen; seit zwei Jahren ist er Weltmeister im Halbschwergewicht, verteidigte den Titel fünfmal erfolgreich. Künstler und Showstars sehen im früheren NVA-Offizier einen »Gentleman-Fighter«, der Boxen als Kopfarbeit versteht und daher zu Recht als Nachfolger Max Schmelings verehrt werden kann. Maske, der in Frankfurt/Oder wohnen blieb, jetzt allerdings die Dreiraumwohnung im Plattenbau gegen eine Villa tauschte, weiß, was er seinen Bewunderern schuldig ist: »Boxen, das ist die große Metapher des Lebens.«

Zur Ausgabe
Artikel 84 / 113
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.