Kurzbahn-WM Wellbrock schwimmt zu 1500-Meter-Weltrekord – und 80.000 Dollar Prämien

Für Olympiasieger Florian Wellbrock endet das Schwimmjahr bestmöglich: Bei der Kurzbahn-WM in Abu Dhabi überraschte er mit einem Weltrekord über 1500 Meter – was sich auch finanziell auszahlt.
Florian Wellbrock nach seinem Titelgewinn samt Weltrekord

Florian Wellbrock nach seinem Titelgewinn samt Weltrekord

Foto: Francois Nel / Getty Images

Florian Wellbrock ist der krönende Abschluss eines herausragenden Jahres gelungen. Der 24-Jährige gewann am letzten Wettkampftag der Kurzbahn-WM in Abu Dhabi die Goldmedaille über 1500 Meter Freistil in Weltrekordzeit von 14:06,88 Minuten. Wellbrock hatte bei den Olympischen Spielen in Tokio über zehn Kilometer im Freiwasser gewonnen und Bronze über 1500 Meter im Becken geholt.

Bestmarke um mehr als eine Sekunde verbessert

»Das ist unglaublich«, sagte der Doppel-Weltmeister nach dem Wettkampf, »ich habe nicht erwartet, dass ich die Form für einen Weltrekord habe.« Wellbrock verbesserte die alte Bestmarke des Italieners Gregorio Paltrinieri aus dem Jahr 2015 um mehr als eine Sekunde. Silber ging an 400-Meter-Olympiasieger Ahmed Hafnaoui aus Tunesien vor dem Ukrainer Michalo Romantschuk.

Angeführt von Wellbrock setzte sich auf der längsten Beckendistanz schon früh die Vierergruppe Wellbrock, Paltrinieri, Romantschuk und Hafnaoui ab. Nach etwa der Hälfte des Rennens konnte Paltrinieri das hohe Tempo nicht mehr mitgehen. Aus der übrig gebliebenen Dreiergruppe setzte sich Wellbrock etwa 500 Meter vor dem Ende ab und schwamm souverän zum Sieg. Sein Vorsprung auf Silber betrug letztendlich mehr als vier Sekunden.

Für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) war es erst die zweite Medaille bei den diesjährigen Titelkämpfen auf der 25-Meter-Bahn. Zuvor hatte Rückenschwimmer Christian Diener im 50-Meter-Finale Silber geholt.

Finanziell hat sich die Kurzbahn-WM für Deutschlands Ausnahmeschwimmer gelohnt: Allein für den Weltrekord kassierte er vom Weltverband Fina 50.000 US-Dollar Extraprämie. Zusammen mit den Siegprämien für seine ersten Plätze über 1500 Meter und zuvor beim Freiwasser-Weltcup kehrt er mit 80.000 Dollar vom Persischen Golf heim.

Im neuen Jahr warten dann bei der Weltmeisterschaft im japanischen Fukuoka im Mai und bei der Europameisterschaft in Rom im August die nächsten Herausforderungen und Titelchancen.

mfu/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.