Frust in der Leichtathletik Diskus-Olympiasieger Christoph Harting Letzter in Rehlingen

Olympiasieger Christoph Harting sucht im Jahr von WM und Heim-EM noch nach seiner Form, auch Ex-Weltmeister David Storl muss um die Qualifikation bangen. Besser lief es bei Sprinterin Gina Lückenkemper.
Christoph Harting bei der WM 2019 in Doha - schafft er es zur WM nach Eugene 2022?

Christoph Harting bei der WM 2019 in Doha - schafft er es zur WM nach Eugene 2022?

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Diskus-Olympiasieger Christoph Harting hat den richtigen Dreh im Weltmeisterschaftsjahr noch nicht gefunden. Beim 57. Internationalen Pfingstsportfest im saarländischen Rehlingen kam der 32 Jahre alte Berliner vom SSC Berlin am Sonntag nicht über 57,82 Meter hinaus und landete auf dem sechsten und letzten Platz. Den Sieg sicherte sich der Jamaikaner Traves Smikle mit 63,97 Metern.

Es war schon der vierte Wettkampf der Saison, in dem Harting nicht über die 60-Meter-Marke hinauskam. Sein bisher bester Wurf gelang ihm am vergangenen Donnerstag in Eisenstadt/Österreich mit 59,72 Metern. Beim Olympiasieg 2016 in Rio hatte er mit 68,37 Metern Gold gewonnen. Für die Tokio-Spiele konnte sich der Diskus-Hüne nicht qualifizieren.

Europameisterin Christin Hussong souverän

Einen Erfolg feierte Diskuswerferin Shanice Craft aus Halle mit 60,33 Metern. Sie ließ sich von der Startverschiebung um fast zwei Stunden wegen eines Unwetters nicht beeindrucken. Souverän entschied auch Europameisterin Christin Hussong den Speerwurf-Wettbewerb für sich. Mit 62,28 Metern kam die 28-Jährige aus Zweibrücken an die WM-Norm (64,00 Meter) aber nicht heran.

Gina Lückenkemper bei der Leichtathletik-WM in Doha 2019

Gina Lückenkemper bei der Leichtathletik-WM in Doha 2019

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Michael Kappeler/dpa

Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko aus Leverkusen musste sich mit dem sechsten Rang und nur 2,18 Meter begnügen. Auf Platz eins sprang der Münchner Tobias Potye mit 2,24 Metern. Im Stabhochsprung gewann der US-Amerikaner Matt Ludwig mit 5,70 Metern vor den höhengleichen Oleg Zernikel (Landau) und Bo Kanda Lita Baehre (Leverkusen). Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) scheiterte an seiner Anfangshöhe von 5,40 Meter.

Auch Ex-Weltmeister David Storl ist im WM-Jahr von einer guten Form noch weit entfernt. Beim »Memorial Janusz Kusocinski« am Sonntag im polnischen Chorzów kam der 31-jährige Kugelstoßer aus Leipzig mit 19,72 Metern nicht über Platz acht hinaus. Den Sieg sicherte sich der Neuseeländer Tomas Walsh. Der Weltmeister von 2017 stieß die Kugel 22,31 Meter weit.

Gina Lückenkemper mit bester Zeit seit drei Jahren

Storl hatte 2021 wegen Rückenbeschwerden keinen Freiluftwettkampf bestritten und die Olympischen Spiele in Tokio verpasst. Um bei der Leichtathletik-WM vom 15. bis 24. Juli in Eugene (USA) an den Start gehen zu können, muss der Olympia-Zweite von 2012 die WM-Norm von 21,10 Meter übertreffen.

Sprinterin Gina Lückenkemper (Berlin) hat dagegen mit ihrer besten Zeit seit knapp drei Jahren die Norm für die EM in München erfüllt. Die EM-Zweite von 2018 absolvierte am Samstag bei einem Meeting in Regensburg die 100 m in 11,21 Sekunden und rückte damit an die Spitze der nationalen Bestenliste.

Zuletzt hatte die zweimalige WM-Halbfinalistin im September 2019 beim Istaf in Berlin die 100 m schneller absolviert (11,15 Sekunden). Die Norm für die EM im Münchner Olympiastadion liegt bei 11,24 Sekunden.

ara/dpa
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