Hindernisläuferin Gesa Krause in der Diamond League »Das sind nicht die Zeiten, für die ich trainiere«

Während der Schwede Armand Duplantis sich zwei Wochen vor der Weltmeisterschaft zu neuen Rekorden aufschwingt, suchen die deutschen Leichtathleten um Gesa Krause und Malaika Mihambo in Stockholm nach ihrer Form.
Gesa Krause beim Meeting in Stockholm

Gesa Krause beim Meeting in Stockholm

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David Lidstrom / Getty Images

Zwei Wochen vor den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Eugene/Oregon hat die zweimalige Europameisterin Gesa Krause über 3000 Meter Hindernis nur einen durchwachsenen Saisonstart erlebt. Beim Diamond-League-Meeting in Stockholm kam sie in 9:44,44 Minuten auf den achten Platz. »Das ist schon ein kleiner Schlag ins Gesicht«, sagte die WM-Dritte von 2019 danach im Interview des TV-Senders Sky. »Das sind nicht die Zeiten, für die ich trainiere.«

Krauses persönliche Bestzeit steht bei 9:03,30 Minuten. Die 29-Jährige hatte zuletzt zwei Wochen unter einer Erkältung gelitten und deswegen auch am vergangenen Wochenende auf einen Start bei den deutschen Meisterschaften in Berlin verzichtet.

»Ich hoffe, dass ich schnell wieder zu Kräften komme«, sagte Krause und zeigte sich zumindest froh, in dieser Saison nun ein Rennen bestritten zu haben. »Schade, dass ich nicht an die Resultate anknüpfen kann, die ich im Training gezeigt hatte. Ich hoffe, dass das noch in mir schlummert.«

Duplantis sieht nach Freiluft-Bestmarke noch »Luft nach oben«

Weltrekordhalter Armand Duplantis setzte in Stockholm eine neue Freiluft-Bestmarke im Stabhochsprung. Der Schwede übersprang im zweiten Versuch 6,16 Meter. Duplantis hält mit 6,20 Meter den Weltrekord, den er in der Halle im März aufgestellt hatte.

Armand Duplantis

Armand Duplantis

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»Ein herrliches Gefühl. Es ist etwas Besonderes, auf der Bahn zu springen, auf der ich trainiere«, sagte Duplantis: »Ich wohne zehn Minuten entfernt, also wollte ich irgendwie mein Revier verteidigen.« Seit seinem Sprung über 6,15 Meter 2020 hält der 22-Jährige die Freiluft-Bestmarke, die er nun um einen weiteren Zentimeter nach oben schraubte. Das schwedische Publikum habe ihn dabei »zusätzlich motiviert«, erklärte Duplantis, er habe allerdings »noch Luft nach oben«.

Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo erreichte im Weitsprung mit 6,72 Meter den fünften Platz. Im Speerwurf belegte der deutsche Meister Julian Weber mit 89,08 Metern den dritten Rang hinter Weltmeister Anderson Peters (90,31 Meter/Grenada) und Olympiasieger Neeraij Chopra (89,94/Indien).

100-Meter-Olympiasieger Lamont Marcell Jacobs sagte seinen Start kurzfristig ab. Wie die Organisatoren mitteilten, habe der Italiener einen Tag zuvor Schmerzen im Training verspürt. Sein Trainer Paolo Camossi erklärte, dass Jacobs über Beschwerden im Gesäßmuskel geklagt hatte. Wenige Tage vor der WM (15. bis 24. Juli) habe man am Donnerstag »das Risiko zu laufen« nicht eingehen wollen.

ara/sid/dpa
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