Leichtathletik Klosterhalfen setzt weiter auf umstrittenen US-Trainer

Als Trainer des Nike Oregon Projects stand auch er in der Kritik: Dennoch will Mittelstrecklerin Konstanze Klosterhalfen auch künftig mit ihrem Coach Pete Julian zusammenarbeiten.
Konstanze Klosterhalfen sieht ihre Trainings-Zukunft weiterhin in den USA

Konstanze Klosterhalfen sieht ihre Trainings-Zukunft weiterhin in den USA

Foto: Oliver Welken DPA

Die WM-Dritte Konstanze Klosterhalfen setzt auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen die Zusammenarbeit mit Trainer Pete Julian fort. Zudem plant sie mit einer verkürzten Hallensaison. "Konstanze trainiert weiter auf dem Nike Campus und auch weiterhin bei Pete Julian", teilte das Management der Bronzemedaillengewinnerin über 5000 Meter mit.

"Es ist geplant, dass sie eine reduzierte Hallensaison absolviert, mit zwei oder drei Wettkämpfen in den USA", hieß es weiter. Bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig (22./23. Februar) werde sie nach aktuellem Stand nicht starten: "Der Fokus liegt in diesem Jahr ganz auf den Olympischen Spielen in Tokio."

Im Zuge der Affäre um das inzwischen beendete Nike Oregon Project (NOP) war im vergangenen November auch Pete Julian in die Kritik geraten. Die ehemalige US-Laufhoffnung Mary Cain, die zuvor von Mobbingmethoden während ihrer Zeit beim NOP berichtet hatte, warf dem damaligen Co-Trainer Julian mangelnde Unterstützung vor. Er sei bei abfälligen Äußerungen des derzeit wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien gesperrten Cheftrainers Alberto Salazar dabei gewesen, ohne einzugreifen.

Julian betonte daraufhin, es tue ihm leid, was Cain habe durchmachen müssen. Rückblickend, sagte er, wenn er die Zeit zurückdrehen könnte, würde er versuchen, sich anders zu verhalten und mehr Unterstützung zu geben. Allerdings habe er sich im Hintergrund für Cain eingesetzt und Salazars Anweisungen abgemildert.

aha/sid

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