Leichtathletik 7,12 Meter – Malaika Mihambo verteidigt ihren WM-Titel im Weitsprung

Deutschlands große Goldhoffnung Malaika Mihambo hat es geschafft: Sie ist erneut Weltmeisterin im Weitsprung. Insgesamt zieht die Chefbundestrainerin aber ein ernüchterndes Fazit der WM in Eugene.
Leichtathletin Malaika Mihambo in Eugene: Sie ist und bleibt die beste Weitspringerin der Welt

Leichtathletin Malaika Mihambo in Eugene: Sie ist und bleibt die beste Weitspringerin der Welt

Foto: David J. Phillip / AP

Am letzten Tag der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Eugene hatte Weitspringerin Malaika Mihambo die Chance zur erfolgreichen Titelverteidigung – und die nutzte sie: Mit 7,12 Metern holte sie sich den Sieg.

Ese Brume aus Nigeria sicherte sich Silber mit 7,02 Metern. Bronze ging an die Brasilianerin Leticia Oro Melo, deren erster und einziger gültiger Sprung mit 6,89 Metern dafür reichte.

»Es waren heute nur 7,12 Meter, aber ich bin trotzdem sehr glücklich darüber, dass ich meinen Titel verteidigen konnte«, sagte Mihambo über das Stadionmikrofon.

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Nach zwei ungültigen Versuchen musste die 28-Jährige zunächst bangen, überhaupt unter die besten acht Springerinnen des Finales zu kommen und drei weitere Sprünge absolvieren zu dürfen. Nach 6,98 Metern im dritten Versuch durfte Mihambo erst einmal aufatmen und rückte damit zwischenzeitlich auch auf Rang zwei.

Im vierten Sprung gelang ihr schon ein Satz auf 7,09 Meter, mit dem sie die Führung übernahm. Der letzte Versuch brachte dann die Siegesweite.

Durch ihren Sieg in Eugene hat Mihambo nun als einzige Deutsche neben Heike Drechsler zweimal Weitsprung-Gold bei einer WM gewonnen. Es ist der vierte große Titel für Mihambo: nach dem EM-Gold 2018, dem WM-Gold 2019 und dem Olympiasieg in Tokio 2021 .

Nach Bronze für die 4x100-Meter-Staffel der Frauen ist Mihambos Titel der erst zweite Podestplatz für den Deutschen Leichtathletik-Verband bei dieser WM.

Deutschland zieht ernüchterndes WM-Fazit

Noch vor den letzten Wettkämpfen am Sonntag sagte Chefbundestrainerin Annett Stein: »Mit dem Ausgang der WM sind wir nicht zufrieden, das haben wir so nicht erwartet.« 40 bis 45 Prozent der Athleten und Athletinnen hätten ihr Leistungsvermögen nicht abgerufen.

Bei Verbandspräsident Jürgen Kessing klang das ähnlich: »Die Situation kann man nicht schönreden. In der Theorie hat alles gut funktioniert, aber der Faktor Mensch ist schwer zu greifen. Wir haben nicht allzu viele Medaillenkandidaten. Von denen sind dann vor der WM ein Drittel bis die Hälfte abhandengekommen. Dann wird es schwer.«

Zu einem möglichen Sieg von Mihambo hatte Kessing vor dem Finale gesagt, das »hübscht die Bilanz ein wenig auf, löst aber das Problem nicht«.

aar/dpa/sid
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