Leichtathletik Yalemzerf Yehualaw gewinnt als jüngste Frau den London-Marathon

Nach 2:17:25 Stunden machte die Äthiopierin das Rennen. Dabei sah es knapp zehn Kilometer vor dem Ziel nicht danach aus – die 23-Jährige stürzte über eine Bodenwelle, doch konnte sich wieder fangen.
Die schnellste Frau beim London Marathon: Yalemzerf Yehualaw aus Äthiopien

Die schnellste Frau beim London Marathon: Yalemzerf Yehualaw aus Äthiopien

Foto: David Cliff / dpa

Die Äthiopierin Yalemzerf Yehualaw kam nach 2:17:25 Stunden als schnellste Frau beim London-Marathon ins Ziel. Damit ist die 23-Jährige die jüngste Siegerin in der Veranstaltungshistorie. Es war erst ihr zweites Marathonrennen.

Besonders verblüffend an ihrem Sieg: sechs Meilen (circa 9,65 Kilometer) vor dem Ziel stolperte Yehualaw allem Anschein nach über eine Bodenwelle. Sie kam ins Schleudern, erlitt erhebliche Schmerzen an Hüfte, Hand und Knie und lag mindestens 25 Meter hinter der Spitze zurück, berichtet der »Guardian«.

»Ich war auf dem Weg zu einer Wasserstelle und habe die Beule nicht kommen sehen«, so Yehualaw anschließend. »Es war sehr schmerzhaft. Ich habe etwas Gefühl in meiner Hüfte, meinem Knie und meiner Hand verloren. Sie tun immer noch weh«, sagte Yehualaw den britischen Medien. Die 23-Jährige rappelte sich jedoch wieder auf und gewann.

Weltklassezeit schon in Hamburg

Es war die drittschnellste Zeit hinter Paula Radcliffe und Mary Keitany, die in der britischen Hauptstadt jemals gelaufen wurde. Titelverteidigerin Joyciline Jepkosgei aus Kenia wurde Zweite. Rang drei ging an Alemu Megertu aus Äthiopien.

Yehualaw hatte im April bei ihrem Marathondebüt in Hamburg das Ziel in der Weltklassezeit von 2:17:23 Stunden erreicht und war damit deutlich unter dem Streckenrekord ihrer Landsfrau Meselech Melkamu von 2:21:55 Stunden aus dem Jahr 2016 geblieben. Insgesamt waren mehr als 40.000 Läufer und Läuferinnen in London am Start.

Bei den Männern hat sich der Kenianer Amos Kipruto gleich bei seinem Debüt den Sieg beim London-Marathon gesichert. Der 30 Jahre alte WM-Dritte von 2019 setzte sich am Sonntag in 2:04:39 Stunden über die 42,195 Kilometer lange Strecke vor dem Äthiopier Leul Gebresilase und Bashir Abdi aus Belgien durch.

Die Rennen fanden in diesem Jahr zum dritten und letzten Mal im Oktober statt, nachdem sie 2020 wegen der Coronapandemie verlegt wurden. Im kommenden Jahr sollen sie wieder an ihrem traditionellen Termin im April stattfinden.

jpa/dpa
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