Nach Absage von Anthony Joshua Tyson Fury boxt gegen Kölner Mahmoud Charr

Eigentlich hätte Tyson Fury im Dezember gegen Anthony Joshua im »Battle of Britain« kämpfen sollen. Daraus wurde nichts. Stattdessen trifft Fury nun auf den klaren Außenseiter Mahmoud Charr – der große Töne spuckt.
Er kämpft bald gegen Tyson Fury: Mahmoud Charr

Er kämpft bald gegen Tyson Fury: Mahmoud Charr

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Guido Kirchner/ dpa

Nach dem geplatzten Duell der besten britischen Schwergewichtsboxer will Tyson Fury nun gegen Mahmoud Charr kämpfen. Fury hatte am Montag den anvisierten Kampf gegen Anthony Joshua nach Ablauf einer selbst auferlegten Frist ausgeschlossen, nun soll am 3. Dezember der 37-jährige Charr sein Gegner sein.

»Ich freue mich darauf, gegen einen Mann zu kämpfen, der kämpfen will und Feuer und Verlangen hat«, schrieb der 34-jährige Fury in einer Instagram-Story. Charr hatte Fury herausgefordert. »Gute Entscheidung. Bruder, wir werden unseren Fans die beste Show liefern«, antwortete der Kölner mit syrisch-libanesischen Wurzeln in den sozialen Medien. Der Kampf soll in Manchester oder Cardiff stattfinden.

Trotz einer mündlichen Einigung vor einigen Wochen ließ Joshua am Montag eine Frist verstreichen, um den Vertrag zu unterschreiben. »Der Tag der Entscheidung ist gekommen und vorüber«, sagte Fury in einem in den sozialen Medien verbreiteten Video. Es sei nach fünf Uhr am Montag und kein Vertrag sei unterzeichnet worden. »Für Joshua ist es offiziell vorbei«, sagte Fury weiter.

Tyson Fury

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Alex Livesey / Getty Images

Charr ist gegen Fury großer Außenseiter. Dennoch zeigt er sich gewohnt selbstbewusst. »Die Chance ist sehr groß. Andy Warhol hat gesagt: Jeder Mensch hat 15 Minuten in seinem Leben, um weltberühmt zu werden. Das sind meine 15 Minuten. In vier Runden werde ich Tyson Fury ausknocken«, sagte der 37-Jährige.

Fury war schon zurückgetreten

Ob der Kampf überhaupt als Weltmeisterschaft stattfindet, ist noch unklar. Charr müsste dafür in den Top 15 der WBC gelistet sein, steht derzeit aber nur auf Rang 19. Furys Lager müsste einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung stellen.

Fury war zuletzt als Weltmeister des Verbandes WBC zunächst zurückgetreten, hatte aber angekündigt, für einen Vereinigungskampf gegen Vierfach-Champion Oleksandr Usyk aus der Ukraine in den Boxring zurückzukehren. Usyk hatte vor einem Jahr Joshua als Weltmeister entthront und vor Kurzem auch die Revanche  für sich entschieden.

kjo/dpa/sid
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