Großer Umbruch beim Paradeboot Der Deutschland-Achter startet stark verjüngt in den Olympia-Zyklus

In Tokio hatte es für das erfolgsverwöhnte Flaggschiff nur für Olympiasilber gereicht. Nun präsentierte Bundestrainer Uwe Bender die jüngste Achter-Mannschaft seit 2002: Alles ist auf Paris 2024 ausgerichtet.
Der Deutschland-Achter bei den Olympischen Spielen in Tokio – damals noch in alter Besetzung (Archivbild)

Der Deutschland-Achter bei den Olympischen Spielen in Tokio – damals noch in alter Besetzung (Archivbild)

Foto: Frank Hoermann / Sven Simon / imago images/Sven Simon

Großer Umbruch beim Deutschland-Achter: Mit nur drei Silbergewinnern von Tokio  und stark verjüngt startet das deutsche Ruder-Flaggschiff in die erste Saison nach den Olympischen Spielen. Bundestrainer Uwe Bender stellte bei der Präsentation in Dortmund die jüngste Achter-Mannschaft seit 2002 vor.

Die Olympia-Zweiten Torben Johannesen, Laurits Follert und Olaf Roggensack behalten ihre Plätze im Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV). Der neue Schlagmann Mattes Schönherr (22), Wolf-Niclas Schröder (25), Benedict Eggeling (23) sowie Julian Garth (20), Jasper Angl (21) und Steuermann Jonas Wiesen (25) komplettieren das Team für den Start in den Zyklus vor den Olympischen Spielen in Paris 2024.

»Alle wollen sich entwickeln, alle arbeiten gut mit. Sie wissen aber auch, dass sie noch viel lernen müssen. Ich erkenne in den Trainingseinheiten, dass es schnell werden kann«, sagte Bender, der allerdings »ein schwieriges Jahr« prognostiziert, »zumal wir neben dem starken personellen Umbruch auch immer wieder mit Corona konfrontiert werden«.

Der langjährige Steuermann Martin Sauer, London-Olympiasieger Richard Schmidt sowie Malte Jakschik und Jakob Schneider hatten ihre Karriere nach Tokio beendet . Der frühere Schlagmann Hannes Ocik wechselte in den Skullbereich, Johannes Weißenfeld pausiert studienbedingt ein Jahr.

Neben Silber in Tokio hatte das erfolgsverwöhnte Team im vergangenen Olympiazyklus drei WM-Titel und viermal EM-Gold gewonnen. Zuletzt hatte es 2009 sechs Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr gegeben.

Für die neue Achter-Crew wird der Weltcup im polnischen Posen (17. bis 19. Juni) zur ersten Bewährungsprobe. Nach dem Weltcup in Luzern (8. bis 10. Juli) und der Heim-EM in München (11. bis 13. August) steht vom 18. bis 25. September die WM im tschechischen Racice auf dem Programm. Dort werden Follert und Roggensack, die nicht von der Bundespolizei freigestellt werden, von Mark Hinrichs und Tom Tewes ersetzt.

ara/sid
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