Deutscher Olympischer Sportbund Präsident Hörmann tritt nicht zur Wiederwahl an

Eine »Kultur der Angst« beklagten Mitarbeitende zuletzt in einem offenen Brief: Nun will DOSB-Präsident Alfons Hörmann sein Amt im Deutschen Olympischen Sportbund aufgeben. Bei Neuwahlen im Dezember tritt er nicht mehr an.
Alfons Hörmann

Alfons Hörmann

Foto: Felix Kästle/ dpa

Präsident Alfons Hörmann macht in der Führungskrise des DOSB den Weg für neue Kandidaten frei. Der 60-Jährige wird sich wie auch Vizepräsident Kaweh Niroomand auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes nicht mehr zur Wahl stellen. Seine Amtszeit endet somit nach acht Jahren.

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Mit der Ankündigung von Neuwahlen hält sich der Dachverband des deutschen Sports nun doch an die Empfehlungen der Ethikkommission, die in der Briefaffäre um Hörmann dazu geraten hatte.

Zunächst hatte der DOSB eine Vertrauensabstimmung über die Präsidiumsmitglieder im September ins Auge gefasst und war dafür von Athleten, aus der Politik und von den Landessportbünden kritisiert worden. Nun kam es zur Wende. Zuletzt hatte sich schon angedeutet, dass der DOSB zum Einlenken bereit ist und erneut über die Empfehlungen der Ethikkommission beraten wollte.

Die Führungskrise war durch einen anonymen Brief, der vermutlich aus der Belegschaft des Verbandes stammt, an die Öffentlichkeit gelangt. Der oder die Autoren erhoben in dem Schreiben explizite Vorwürfe gegen Hörmann wegen mangelnder Führungsqualitäten (»Kultur der Angst«). In dem Brief ist von fehlendem Respekt und Fairplay gegenüber Verbandsangestellten die Rede.

mfu/dpa/sid

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