Sommerspielen in Tokio droht Verschiebung Olympische Machtspiele

IOC-Präsident Thomas Bach will am Termin für Tokio festhalten – ungeachtet der Pandemie und ohne Rücksicht auf die Athleten. Was, wenn sein Plan nicht aufgeht?
Thomas Bach mit Maske in Tokio (im November 2020)

Thomas Bach mit Maske in Tokio (im November 2020)

Foto: Behrouz Mehri / AP

Werden die Olympischen Spiele in Tokio nun doch abgesagt? Diese Frage wird weltweit wieder aufgeregt verhandelt. Das Thema gewann an Brisanz, unmittelbar nachdem IOC-Präsident Thomas Bach in einem Interview erklärt hatte, es gebe keinen Plan B und die Spiele fänden im Sommer 2021 statt.

Kurz darauf berichtete die Londoner Zeitung »The Times« unter Berufung auf anonyme Quellen, in der japanischen Regierung stehe man kurz vor einer Olympia-Absage und prüfe die Option, stattdessen die Sommerspiele 2032 austragen zu können. Diese Meldung sei frei erfunden, schimpfte Premierminister Yoshihide Suga wenig später im Parlament.

All das ereignete sich binnen wenigen Stunden. Das IOC verbreitete am Freitag ein Statement, in dem derlei Meldungen über eine Absage als »kategorisch falsch« bezeichnet wurden. Gemeinsam mit den »japanischen Partnern und Freunden« arbeite das IOC »voll konzentriert an der erfolgreichen Durchführung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio in diesem Jahr«.

Bach spricht von Fake News

Parallel dazu wählte Bach in einem virtuellen Meeting mit Vertretern zahlreicher Nationaler Olympischer Komitees drastischere Worte. Nach Aussagen von Teilnehmern dieser Runde soll er die Berichte mehrfach als Fake News bezeichnet haben. Mit einem Seitenhieb auf Donald Trump soll Bach demnach gesagt haben: Er habe gedacht, das Zeitalter der Fake News sei seit Mittwoch Vergangenheit.

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