Olympia 2021 China zu stark – deutsches Tischtennisteam holt Silber

Sie hatten auf die Sensation gegen den Topfavoriten gehofft. Doch die Chinesen waren für die deutsche Tischtennismannschaft nicht zu schlagen – trotz eines überragenden Dimitrij Ovtcharov.
Dimitrij Ovtcharov: Stark gespielt, nicht gewonnen

Dimitrij Ovtcharov: Stark gespielt, nicht gewonnen

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ADEK BERRY / AFP

Die deutschen Tischtennis-Männer haben sich ihre Gold-Hoffnung bei Olympia nicht erfüllen können und in Tokio die Silbermedaille gewonnen. Das Finale gegen China verloren Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll und Patrick Franziska am Freitag als klare Außenseiter 0:3.

Bereits mit dem Finaleinzug hatten sich die Deutschen Silber und damit die vierte Medaille im Team-Wettbewerb in Serie gesichert. In Japan war es die zweite deutsche Tischtennis-Medaille nach Bronze für Ovtcharov im Einzel. Die Frauen-Mannschaft hatte ihr Spiel um Bronze verloren.

Während Ma Long als erster Spieler der Geschichte sein fünftes Gold holte, sorgte Ovtcharov mit seiner sechsten Olympia-Medaille für einen Rekord. In Tokio hatte er wie schon 2012 in London Einzel-Bronze gewonnen, hinzu kommen Silber (2008, 2020) und Bronze (2012, 2016) mit der Mannschaft.

Im 26. Pflichtspiel gegen China kassierte Deutschland somit seine 26. Niederlage. Seit der Premiere des Teamwettbewerbs 2008 in Peking hat die Tischtennis-Großmacht alle 17 Spiele bei Olympia gewonnen – davon 15-mal 3:0 und zweimal 3:1.

Einem Sieg nahe war vor allem Ovtcharov, der in seinem Duell mit dem Weltranglistenersten Fan Zhendong spektakuläres Tischtennis zeigte. Beide lieferten sich immer wieder lange Ballwechsel, Ovtcharov führte 2:1 nach Sätzen, verlor aber schließlich 2:3.

Zuvor hatten im Tokyo Metropolitan Gymnasium Boll und Franziska im Doppel gegen Ma Long/Xu Xin keine Chance gehabt, sie verloren alle drei Sätze, ohne in Führung gelegen zu haben. Boll kam schließlich gegen den alten und neuen Einzel-Olympiasieger Ma Long erst nach zwei verlorenen Sätzen in Schwung, den dritten Durchgang gewann er nach drei abgewehrten Matchbällen. Im vierten Satz erwies sich der Favorit dann als zu stark.

mon/dpa/sid
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