Eishockey bei Olympia Kanadierinnen und Russinnen treten mit FFP2-Masken an

Das russische Team kam aufs olympische Eis und wartete vergebens auf seine Gegnerinnen. Erst nach einer Stunde ließen sich die Kanadierinnen blicken. Womöglich gab es einen Konflikt um Coronatests.
Kanada gegen Russland in Peking: Maske auf

Kanada gegen Russland in Peking: Maske auf

Foto: Bruce Bennett / Getty Images

Das Eishockey-Vorrundenspiel bei den Olympischen Winterspielen zwischen den Kanadierinnen und Russinnen hat sich offenbar aufgrund der Coronaschutzmaßnahmen um mehr als eine Stunde verspätet. Um die Partie doch noch beginnen zu können, liefen die Spielerinnen beider Teams mit Coronaschutzmasken unter ihren Vollvisieren auf.

Zuvor hatte es eine Stunde lang Verwirrung gegeben, da Goldfavorit Kanada zum geplanten Spielbeginn um 12.10 Uhr Ortszeit in Peking nicht auf dem Eis erschienen war. Zu den genauen Hintergründen wurde zunächst nichts bekannt.

Der kanadische Fernsehsender Sportsnet berichtete, die Kanadierinnen hätten sich zunächst geweigert anzutreten, weil ihre Gegnerinnen keine negativen Coronatestergebnisse vorgelegt hätten. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht. Bei den Russinnen hatte es in den vergangenen Tagen sechs positive Coronafälle gegeben, das gesamte Team hatte sich daher drei Tage in Isolation im olympischen Dorf befunden.

Wo blieb Kanada?

Die russischen Spielerinnen liefen zunächst ratlos über das Eis, ehe Kanadas Trainer Roy Ryan an der Bande erschien und mit den Offiziellen sprach. Die Partie galt fortan offiziell als verspätet, nach etlichen Runden auf dem Eis kehrten die Russinnen nach rund 40 Minuten wieder in die Kabine zurück.

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Offiziell »aus Sicherheitsgründen« wurde das Spiel für 13.15 Uhr Ortszeit erneut angesetzt. Tatsächlich betraten die Spielerinnen schließlich die Eisfläche mit FFP2-Masken.

ptz/dpa/sid