Paralympics Deutsche Rollstuhlbasketballer bezwingen beinah Rio-Sieger USA

»Gut ins Turnier gekommen« – in diesem Fall ist das eine glatte Untertreibung: Die deutschen Rollstuhlbasketballer haben zum Auftakt der Paralympics einen Coup gegen die USA nur knapp verpasst.
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Bob Martin for OIS HANDOUT / EPA

Die deutschen Rollstuhlbasketballer haben zum Auftakt der Paralympics gegen Rio-Sieger USA 55:58 (28:22) verloren. Gegen den Topfavoriten führte Deutschland nahezu über die komplette Spielzeit, erst im letzten Viertel schafften die US-Amerikaner die Wende. Bester Werfer der deutschen Männer war Thomas Böhme mit 19 Punkten.

»Unser Ziel war es, mutig zu spielen. Das haben die Jungs hervorragend gemacht«, sagte Bundestrainer Nicolai Zeltinger: »Damit bin ich sehr, sehr glücklich. Das Ergebnis ist schade und bedauerlich. Aber wir sind gut ins Turnier reingekommen.«

Die Rollstuhlbasketballer des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) gewannen zuletzt 1992 in Barcelona eine Medaille, in Japan soll diese Serie enden. Nach dieser Niederlage aber steht das Team nun schon nach dem ersten Spiel in der Gruppe B unter Druck. Nächster Gegner ist am Freitag Weltmeister Großbritannien. »Dann müssen wir noch mal so ein Spiel runterspulen«, forderte Zeltinger.

Die Frauen um Fahnenträgerin Mareike Miller erwischten dagegen mit einem 77:58 (45:25) gegen Australien einen guten Start in das paralympische Turnier. Schon nach dem ersten Viertel führten die Silbermedaillengewinnerinnen von Rio 2016 mit elf Punkten und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus.

sak/sid/dpa
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