Paralympics In Rio gab es keinen deutschen Sieg im Schwimmen, in Tokio zwei an einem Tag

Goldmedaille bei den Paralympischen Spielen und dazu ein Weltrekord: Schwimmer Taliso Engel hatte einen erfolgreichen Tag – ebenso wie Elena Krawzow.
Taliso Engel

Taliso Engel

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Die nächsten Goldmedaillen für das deutsche Team bei den Paralympischen Spielen: Taliso Engel und Elena Krawzow haben den Schwimmern in Tokio einen goldenen Tag beschert. Es waren die ersten deutschen Paralympics-Siege der Schwimmer seit London 2012, in Rio hatte es keinen Triumph gegeben.

Welt- und Europameister Engel siegte über 100 Meter Brust in Weltrekordzeit von 1:02,97 Minuten und unterbot die bisherige Bestmarke um sechs Zehntelsekunden.

"Es war eine Menge Druck da, aber es hat gut geklappt", sagte Engel: "Es war ein besonderer Moment, auf dem Podest zu stehen und die deutsche Hymne zu hören. Ich habe jeden Moment genossen. Echt krass, ich hatte Gänsehaut."

Engel verwies David Henry Abrahams (USA) mit knapp anderthalb Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Bereits im Vorlauf am Morgen hatte der sehbehinderte 19-Jährige in 1:03,53 Minuten in der Startklasse SB13 die alte Weltbestzeit geknackt.

Krawzow

Krawzow

Foto: Marcus Brandt / dpa

Auch Krawzow ließ der Konkurrenz über die gleiche Distanz keine Chance. Die 27-Jährige gewann bei den Frauen in der Startklasse SB13 nach einer starken Aufholjagd in 1:13,46 Minuten.

Krawzow krönte sich nach Silber in London und einem enttäuschenden fünften Platz in Rio erstmals zur Paralympics-Siegerin. »Das war nach meinen zehn Jahren Karriere noch das einzige, was mir gefehlt hat«, sagte Krawzow.

bka/sid
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