Radstar Roglič dominiert bei Paris-Nizza »Er atmet nicht einmal, während alle anderen keuchen«

Die Radstars aus Slowenien scheinen auch in diesem Jahr der Maßstab zu sein. Primož Roglič gewann souverän bei Paris-Nizza. Auch sein Landsmann Tadej Pogačar brillierte. Die Konkurrenz verzweifelt.
Paris-Nizza-Sieger Primož Roglič

Paris-Nizza-Sieger Primož Roglič

Foto: IMAGO/DAVID STOCKMAN / IMAGO/Belga

Das slowenische Super-Duo Tadej Pogačar und Primož Roglič dominiert die beginnende Radsport-Saison nach Belieben und lässt die Konkurrenz zunehmend hilflos zurück. Mit den Siegen bei den traditionsreichen Rennen Tirreno-Adriatico (Pogačar) und Paris-Nizza (Roglič) sendeten die beiden Profis nicht nur ein klares Zeichen in Richtung Tour de France, sondern auch für die anstehenden Klassiker.

»Man kann nicht viel machen, wenn er nur im zweiten Gang fährt. Er atmet nicht einmal, während alle anderen keuchen«, sagte Simon Yates über Roglič. Der Brite wurde mit 29 Sekunden Rückstand Zweiter bei Paris-Nizza und hatte den 32-Jährigen mit anderen Konkurrenten auf dem Weg zum Col de Turini am Samstag mehrfach attackiert – am Ende gewann Roglič mit Leichtigkeit.

Auf der Schlussetappe am Sonntag keuchte Roglič dann doch noch während einer kleinen Schwächephase, konnte aber auf die Hilfe von Edelhelfer Wout van Aert bauen.

»Er war in einer eigenen Liga«

Resignierende Worte vernahm man auch an der italienischen Adriaküste. »Tadej war einfach unglaublich, als er attackierte. Er war in seiner eigenen Liga«, sagte Jonas Vingegaard nach Pogačars Machtdemonstration auf der vorletzten Etappe. Der junge Däne wurde bei Tirreno-Adriatico Zweiter und kennt das Gefühl bereits, chancenlos gegen Pogačar zu sein.

Bei der vergangenen Tour de France hatte Vingegaard ebenfalls Platz zwei belegt. »Ich würde nicht sagen, dass ich unschlagbar bin. Bisher lief es gut. In den nächsten Rennen warten neue Herausforderungen«, sagte Pogačar.

Beim Klassiker Mailand-Sanremo treffen Roglič und Pogačar am Samstag laut vorläufiger Planung erstmals in dieser Saison aufeinander. Fans dürfen sich auf eine Show am berühmten Poggio einstellen, dem letzten Hügel kurz vor dem Ziel. Es sei denn, Pogačar entschließt sich wie bei der Strade Bianche zu einer Attacke 50 Kilometer vor dem Ziel, der einfach niemand folgen kann.

aha/dpa