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FERNSEHEN Quotenanstieg bei Leichtathletik-WM

aus DER SPIEGEL 36/2007

Es hatte eine Weile gedauert, dann begannen sich die deutschen Fernsehzuschauer trotz Dopingdiskussion für die Leichtathletik-WM im japanischen Osaka zu interessieren. Hielt sich der Marktanteil an den Übertragungen bei ARD und ZDF in den ersten drei Tagen noch bei etwa zehn Prozent (gut eine halbe Million Zuschauer), so stiegen die Quoten am vergangenen Dienstag deutlich an und erreichten 14,7 Prozent Marktanteil. Am Donnerstag sahen sogar 1,3 Millionen in der ARD zu, wie Hammerwerferin Betty Heidler ihren Wettkampf gewann; der Marktanteil von 16 Prozent lag damit auf dem Niveau der letzten Titelkämpfe zwei Jahre zuvor in Helsinki. Offensichtlich haben die Erfolge der deutschen Athleten dafür gesorgt, dass die Zuschauer ihre Zurückhaltung aufgaben. Am Mittwoch hatte Diskuswerferin Franka Dietzsch ihren dritten WM-Titel und damit das erste Gold für die deutsche Mannschaft geholt. Dass die Quoten einbrechen könnten wie bei der skandalösen Tour de France, hatten die Verantwortlichen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens vorher ohnehin nicht befürchtet. Anders als bei dem Radrennen, sagte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz, hatten die Sender »kein Szenario für den Ausstieg« aus der Übertragung in der Hinterhand.

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