Trotz zuletzt zahlreicher positiver Fälle Radsport-Weltverband lockert Coronaregeln vor Tour de France

Bei der Tour de Suisse Mitte Juni hatte eine Coronawelle das Teilnehmerfeld ausgedünnt. Bei der Frankreichrundfahrt muss ein positiver Test dennoch nicht das Aus bedeuten.
Die diesjährige Tour beginnt in Kopenhagen

Die diesjährige Tour beginnt in Kopenhagen

Foto: Nico Vereecken / Panoramic International / IMAGO

Trotz zahlreicher positiver Fälle in den vergangenen Wochen hat der Radsport-Weltverband UCI die Coronaregeln kurz vor dem Start der 109. Tour de France gelockert.

Vor dem Beginn und an zwei Ruhetagen müssen nun bei allen Fahrern und Teammitgliedern nur noch Antigen-Schnelltests statt PCR-Tests durchgeführt werden. Zudem entfällt die Regel, dass eine Mannschaft aus dem Rennen genommen wird, sobald zwei Fahrer positiv getestet werden. Das teilte die UCI am Dienstag mit.  Die Mannschaften waren nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa teilweise bereits am vergangenen Wochenende informiert worden.

Die Tour beginnt am Freitag in Kopenhagen.

Ein positiver Schnelltest muss durch einen PCR-Test bestätigt werden, bedeutet jedoch nicht – auch dies ist neu – zwangsläufig das Aus für die Tour. In Ausnahmefällen können der Chefarzt der UCI sowie der Covid-Arzt des Tourveranstalters ASO beschließen, dass ein Fahrer weiterfahren darf. Dafür muss gegeben sein, dass die infizierte Person nicht ansteckend ist und das Coronavirus übertragen kann.

Zahlreiche Infektionen bei der Tour de Suisse

Neben den verpflichtenden Tests vor und während der Tour gab die UCI dringende Empfehlungen aus. Diese beinhalten, dass sich alle Fahrer und Teammitglieder möglichst täglich einem Schnelltest unterziehen sollen.

Am Dienstag war der Belgier Tim Declercq der erste nominierte Fahrer, der wegen eines positiven Coronatests auf einen Start verzichten musste.

Bereits bei der Tour de Suisse Mitte Juni hatte eine Coronawelle das Teilnehmerfeld der 85. Schweiz-Rundfahrt erheblich ausgedünnt. Mehr als 40 Fahrer mussten das Rennen vorzeitig beenden.

Zahlreiche Fahrer wurden zuletzt positiv getestet, darunter auch der dreimalige Weltmeister Peter Sagan und Maximilian Schachmann. Schachmann hatte sich aber offenbar schnell wieder erholt, erst am Montag hatte der deutsche Radrennstall Bora-hansgrohe mitgeteilt, dass er bei der Tour starten werde.

ngo/dpa
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