Radsport Viviani gewinnt EM-Titel nach ungewöhnlicher Flucht

Gemeinsam mit dem deutschen Sprinter Pascal Ackermann flüchtete Elia Viviani vor seinen Verfolgern - und krönte sich zum Europameister. Das ist ein gutes Vorzeichen für die nächste Tour de France.

"Ich habe es in den Beinen": Elia Viviani
Vincent Jannink/EPA-EFE/REX

"Ich habe es in den Beinen": Elia Viviani


Elia Viviani hat die Rad-Europameisterschaft auf der Straße gewonnen. Nach einer langen Flucht setzte sich der Italiener zum Schluss des 172,6 Kilometer langen Kurses im Sprintduell gegen den Belgier Yves Lampaert durch. Dem deutschen Topsprinter Pascal Ackermann blieben in Alkmaar der dritte Platz und die Bronzemedaille

"Ich habe gemerkt, ich habe es in den Beinen", sagte Viviani bei Eurosport. "Das ist einer meiner schönsten Siege."

Nach 46 Kilometern außerhalb Alkmaars führte der Kurs über elf Runden durch die Stadt. Bei der Einfahrt nach Alkmaar setzte sich eine erste große Ausreißergruppe ab, die nach einer Attacke des Titelverteidigers Matteo Trentin auf 13 Fahrer schrumpfte. 25 Kilometer vor dem Ziel setzte sich eine ungewöhnliche Fluchtgruppe bestehend aus den beiden Sprintern Viviani und Ackermann sowie dem Klassikerspezialisten Lampaert ab. Viviani und Ackermann sind sonst Fahrer, die auf klassische Massensprints setzen und eigentlich nicht in Ausreißergruppen zu finden sind.

Gutes Vorzeichen für die Tour de France

Als der Belgier Lampaert 3,5 Kilometer vor dem Ziel attackierte, konnte nur noch Viviani folgen. Er hielt das Hinterrad Lampaerts und gewann nach einem kurzen, kraftvollen Antritt den EM-Titel. Viviani und Lampaerts sind Teamkollegen in der Mannschaft Deceuninck-Quick-Step.

In den vergangenen Jahren war der EM-Titel, der seit 2016 ausgefahren wird, immer ein gutes Vorzeichen für die Tour de France im jeweils folgenden Jahr. Denn als amtierende Europameister gewannen Peter Sagan, Alexander Kristoff und Matteo Trentin allesamt mindestens eine Etappe bei der Frankreich-Rundfahrt.

Bis dahin muss Viviani, der in diesem Jahr bereits eine Tour-Etappe gewonnen hat, aber noch knapp ein Jahr warten. Als Nächstes fährt der 30-Jährige bei den Hamburg Cyclassics am 25. August. Dort will er seinen dritten Titel in Folge gewinnen.

ptz



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