Spanien-Rundfahrt Vuelta Kopfstoß - deutscher Radrennfahrer von Platz 3 auf Rang 104 zurückversetzt

Erst der Jubel über Platz drei, dann die Ernüchterung: Der deutsche Radprofi Max Walscheid ist bei einer Vuelta-Etappe um mehr als hundert Plätze zurückgestuft worden. Der Grund: ein "irregulärer Sprint".

Fabio Jakobsen (vorne links,), Sam Bennett (Mitte), Max Walscheid (r.)
JOSE JORDAN/AFP

Fabio Jakobsen (vorne links,), Sam Bennett (Mitte), Max Walscheid (r.)


Die Zuschauer der vierten Etappe der Spanien-Rundfahrt Vuelta hatten am Dienstagnachmittag einen spannenden Schlusssprint zu sehen bekommen, dessen Ausgang erst im Fotofinish klar wurde. Fabio Jakobsen siegte vor Sam Bennett, über einen dritten Platz konnte sich der deutsche Fahrer Max Walscheid freuen. Eigentlich.

Denn der 26-Jährige behielt den Podiumsplatz nicht lange. Wegen eines "irregulären" Sprints wurde er auf Platz 104 zurückversetzt, wie sein Team "Sunweb" am Abend mitteilte. Was war passiert?

Etwa 400 Meter vor dem Ziel stieß Walscheid mit seinem Kopf in Richtung eines Kontrahenten. Ob - oder wie schwer - er den anderen Fahrer dabei erwischt, ist auf den Videoaufnahmen nicht genau zu erkennen. Sehen Sie selbst (die Szene ist bei etwa 2:57 Minuten zu sehen, Walscheid fährt rechts und trägt ein rotes Trikot):

"Sunweb" hat die Zurücksetzung akzeptiert. Walscheid habe laut eines Team-Statements, das der Website Cyclingnews.com vorliegt, auf eine gefährliche Bewegung des Kontrahenten reagiert. Dabei handelt es sich mutmaßlich um Juan Sebastián Molano vom UAE Team Emirates, der ebenfalls zurückversetzt wurde.

"Leider wurde Max von seinem dritten Platz verwiesen, weil seine Reaktion als zu aggressiv eingestuft wurde", nachdem ein anderer Fahrer in ihn hineingezogen sei. "Eine Entscheidung, die das Team voll akzeptiert", sagte Sportdirektor Luke Roberts der Seite.

bka/dpa



insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
orca20095 29.08.2019
1. Nun ja, etwas Ähnliches hatten wir ja gerade erst
bei der Tour. Hier ist nicht wirklich was zu sehen und es folgt auch keine Welle beim Fahren, die eigentlich zu sehen sein müsste, wenn er mit dem Kopf richtig zum Gegner geht. Dann fährt man nicht mehr geradeaus. Aber, wie ich schon bei der Tour geschrieben habe: Macht doch nur noch Einzelzeitfahren, dann berührt sich niemand mehr und kurz danach sind alle Zuschauer eingeschlafen. Man ist auf dem besten Weg dazu.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.