Rad-WM Außenseiter Pedersen gewinnt Chaosrennen

Der Däne Mads Pedersen hat bei der Rad-WM ein von starkem Regen überschattetes Rennen gewonnen. Zahlreiche Favoriten gaben vorzeitig auf. Die deutschen Fahrer spielten bei der Entscheidung keine Rolle.

Teile der WM-Strecke standen unter Wasser
Yorick Jansens/DPA

Teile der WM-Strecke standen unter Wasser


Bei widrigen Bedingungen hat Außenseiter Mads Pedersen nach mehr als sechs Stunden Fahrzeit das Einzelrennen bei der Rad-WM in Harrogate gewonnen. Der Däne ist Nachfolger des Spaniers Alejandro Valverde, der diesmal wie viele andere nicht das Ziel erreichte. Der 23 Jahre alte Pedersen schlug erst auf den letzten Metern den Italiener Matteo Trentin sowie Stefan Küng aus der Schweiz.

Beim Schlussakt wurde eine frühe Ausreißergruppe um Vuelta-Sieger Primoz Roglic vorzeitig vom Feld gestellt. Ab etwa 100 Kilometern vor dem Ziel wurde das Rennen zu einem Ausscheidungsfahren. Nicht nur Roglic und Valverde, sondern auch der gestürzte belgische Mitfavorit Philippe Gilbert und Youngster Remco Evenepoel stiegen vorzeitig aus.

Der Däne Mads Pedersen düpierte die Favoriten
NIGEL RODDIS/EPA-EFE/REX

Der Däne Mads Pedersen düpierte die Favoriten

Auch für die deutschen Fahrer war es ein Tag zum Vergessen: Pascal Ackermann gab 28 Kilometer vor dem Ziel auf, John Degenkolb verpasste die entscheidende Gruppe.

Einmal mehr spielte das schlechte Wetter am Sonntag eine große Rolle. Dauerregen in der Nacht führte dabei zu einer Streckenverkürzung von 285 auf 261 Kilometer. Trotzdem standen Teile des Kurses noch unter Wasser. Die Fahrer kämpften sich durch tiefe Pfützen, das TV-Bild fiel bei Dauerregen, Wind und etwa zehn Grad zeitweise komplett aus.

Weltmeisterin Annemiek van Vleuten aus den Niederlanden
Yorick Jansens/DPA

Weltmeisterin Annemiek van Vleuten aus den Niederlanden

Die Frauen hatten am Tag zuvor noch deutlich besseres Wetter angetroffen. Dabei sorgte Annemiek van Vleuten für einen denkwürdigen Auftritt. Nach einer 105 Kilometer langen Alleinfahrt holte sich die Niederländerin mit über zwei Minuten Vorsprung den WM-Titel. Für die 36-Jährige war es der erste Sieg bei einem großen Rennen im Nationaltrikot, nachdem sie bei den Olympischen Spielen in Rio in Führung liegend schwer gestürzt war.

mfu/dpa



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Duennbein 01.10.2019
1. John Degenkolb hat
die Gruppe nicht unbedingt erwischen müssen, der konnte auch bei Alaphillipe bleiben, aber Nils Politt, da war es schade, dass er den Zug um Trentin verpasst hat. Ansonsten gerade die Versuche von Politt noch etwas zu retten, zeigen wie stark er war. Vom Ergebnis hat das schon gestimmt und war von beiden eine gute Leistung!
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