Tour de France 2020 Der Berg ruft noch lauter

29 Berge, vier Bergankünfte und ein Zeitfahren in den Vogesen: Die Tour de France 2020 wird eine Herausforderung für die besten Radsportler der Welt. Chris Froome will wieder um den Titel fahren.

Die Tour de France startet in Nizza und endet wie gewohnt in Paris
Thibault Camus/DPA

Die Tour de France startet in Nizza und endet wie gewohnt in Paris


Die Organisatoren der Tour de France haben für die kommende Ausgabe der wichtigsten Radsportrundfahrt ein Profil gewählt, das erneut die Bergspezialisten begünstigt. Die Tour 2020 (27. Juni bis 19. Juli) macht in allen fünf wichtigen Gebirgszügen Frankreichs Station, bei vier Bergankünften werden insgesamt 29 Berge zu überqueren sein.

Gestartet wird die Tour in der Küstenstadt Nizza im Südosten Frankreichs und endet nach 3470 Kilometern in Paris. Bei der insgesamt 107. Auflage der Tour de France werden sich die Favoriten um Titelverteidiger Egan Bernal (Ineos), dessen Teamkollegen Geraint Thomas und Chris Froome, Lokalmatador Julian Alaphilippe (Quick-Step) oder den Deutschen Emanuel Buchmann (Bora-Hansgrohe) schon direkt am ersten Wochenende zeigen müssen: Erstmals seit über 40 Jahren sind schon auf der zweiten Etappe Pässe auf über 1600 Metern zu absolvieren.

Froome, Tour-Sieger der Jahre 2013, 2015, 2016 und 2017 und im vergangenen Jahr wegen eines Sturzes nicht am Start, hat bereits angekündigt, bei entsprechender Form als Ineos-Kapitän antreten zu wollen. In einem Interview mit "France Télévision" sagte Froome, Bernal "sei bereit" ihn zu unterstützen. Froome und Bernal waren auch bei der Präsentation vor 4000 Zuschauern im Palais des Congrais in Paris.

Chris Froome bei der Tour-Präsentation in Paris
Alain JOCARD/AFP

Chris Froome bei der Tour-Präsentation in Paris

Neben den gewohnten Etappen in den Alpen und Pyrenäen stehen das Zentralmassiv, der Jura sowie ein Bergzeitfahren über 36 Kilometer auf die Planche des Belles Filles in den Vogesen am vorletzten Tag auf dem Programm. Dies werden die einzigen Kilometer im Kampf gegen die Uhr sein, was ebenfalls den Bergspezialisten entgegenkommt.

Nominell werden acht von 21 Abschnitten als Bergetappen ausgewiesen (2019 waren sieben), allerdings bieten auch viele weitere Tage Klettereinlagen. Neun Etappen tragen das Etikett flach, nicht auf allen ist aber eine Sprintankunft wahrscheinlich. Insgesamt dürfte es eine der schwersten "Grand Boucles" der Geschichte werden.

krä/sid/dpa

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der_rookie 15.10.2019
1. Hm
Chris Fromme macht das alles unter 2 Stunden. Er hat ja den selben Spritzen- äh, Chemie+Pharmakonzern als Sponsor wie Eliud Kipchoge
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