Rennfahrerin Sabine Schmitz Die »Nürburgring-Königin« ist tot

Sie war 1996 auf dem Nürburgring die erste Frau, die beim 24-Stunden-Rennen triumphieren konnte. Nun ist Sabine Schmitz im Alter von nur 51 Jahren gestorben.
Foto: Thomas Frey / picture alliance / dpa

Die legendäre Rennfahrerin Sabine Schmitz ist tot. Sie starb im Alter von 51 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Schmitz verlor ihren »tapferen Kampf« am Dienstag, wie Frikadelli Racing mitteilte. Den Rennstall, der beim 24-Stunden-Klassiker in der Eifel alljährlich zu den Publikumslieblingen gehört, hatte sie 2005 mit ihrem zweiten Ehemann Klaus Abbelen, einem Fleischfabrikanten, gegründet. Ihr Mann sowie »alle Verwandten und Freunde sind tieftraurig über den unermesslichen Verlust«.

Der Nürburgring kondolierte auf Twitter.  Schmitz sei »viel zu früh nach langer Krankheit« gestorben. »Wir werden sie und ihre fröhliche Art vermissen.«

Auch die Formel 1 kondolierte in den sozialen Netzwerken und nannte Schmitz eine »Pionierin, Champion, Königin des Nürburgring (...) Sabine Schmitz war ein einzigartiges, sehr geliebtes und geschätztes Mitglied unserer Sportfamilie, und eine Macht in der Inspiration einer neuen Generation Motorsportbegeisterter. Unsere Gedanken sind in dieser traurigen Zeit bei Familie und Freunden«, hieß es da auf Twitter.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die neben dem Nürburgring in Adenau geborene Schmitz war 1996 die erste Frau, die beim 24-Stunden-Rennen auf ihrer Heimstrecke triumphieren konnte. Ein Jahr später verteidigte sie den Titel und holte 1998 auch als erste Frau den Meistertitel in der Langstreckenserie VLN.

Internationale Bekanntheit erlangte sie durch ihre Auftritte in der britischen Kultserie »Top Gear«. Auch in Deutschland moderierte die »Nürburgring-Königin« diverse Motorsportmagazine im Fernsehen und chauffierte Touristen und Interessierte mit dem Renntaxi durch die »Grüne Hölle«. Die Zahl der dabei zurückgelegten Runden liegt bei mehr als 20.000.

Bis 2019 fuhr Schmitz noch Rennen und wollte auch 2020 an den Start gehen. Doch der Krebs, an dem sie seit 2017 litt, verhinderte ein Comeback auf der Rennstrecke.

ara/sid/dpa