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FUSSBALL Rückschlag für Juve

aus DER SPIEGEL 16/2007

Der italienische Manipulationsskandal im Profifußball geht in die Verlängerung. Vergangenen Donnerstag legte die Staatsanwaltschaft Neapel neue Ermittlungsergebnisse vor. Demnach seien in der Saison 2004/2005 neben den 24 bereits bekannten Fällen weitere 15 Spiele der Serie A verschoben worden, in den meisten Fällen zugunsten der Vereine Juventus Turin und FC Messina. Acht Unparteiische, darunter auch der international eingesetzte Gianluca Paparesta, wurden vom italienischen Schiedsrichter-Verband gesperrt. Unter anderem sei im Spitzenspiel Juventus Turin gegen den AC Mailand im Dezember 2004, das torlos endete, ein offensichtlicher Foul-Elfmeter nicht gepfiffen worden: »Das Ergebnis war auf betrügerische Weise vorherbestimmt«, so die Staatsanwälte. Unter Anklage steht jetzt auch Messinas ehemaliger Sportchef Mariano Fabiani, dessen Verein bislang als sauber galt. Besonders peinlich aber sind die neuen Erkenntnisse für Juventus. Der Verein, der als einziger der im ersten Verfahren betroffenen Clubs mit Zwangsabstieg in die zweite Liga bestraft worden war, fühlte sich bislang als zu hart bestraft. Jetzt muss sich Juve, dessen Wiederaufstieg in die erste Liga fast gesichert scheint, auf einen weiteren Sportgerichtsprozess einstellen.

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