Wasserspringen bei Schwimm-EM in Rom Der »Wackel-Sprung« gelingt – Punzel und Hentschel gewinnen Gold im Synchronwettbewerb

Tina Punzel untermauert ihre Führungsrolle im deutschen Team: Mit Partnerin Lena Hentschel gewinnt sie Gold vom Dreimeterbrett. Selbst der gefürchtete vierte Durchgang konnte ihnen nichts anhaben.
Tina Punzel und Lena Hentschel im EM-Finale

Tina Punzel und Lena Hentschel im EM-Finale

Foto: Andrea Staccioli / IMAGO / Insidefoto

Die Wasserspringerinnen Tina Punzel und Lena Hentschel haben bei den Europameisterschaften in Rom die Goldmedaille im Synchronwettbewerb vom Dreimeterbrett gewonnen. Die 27 Jahre alte Punzel und die sechs Jahre jüngere Hentschel setzten sich nach fünf Sprüngen mit 281,16 Punkten und einem deutlichen Vorsprung vor den Italienerinnen Elena Bertocchi und Chiara Pellacani durch. Bronze ging an die beiden Schwedinnen Emilia Nilsson Garip und Elna Widerström.

Die Dresdnerin Punzel und die Berlinerin Hentschel waren als Favoritinnen in den Wettkampf gegangen. Bei den Olympischen Spielen in Tokio hatten sie 2021 hinter den Siegerinnen aus China und Kanada Bronze gewonnen. Bei den Weltmeisterschaften hatten sie als beste Europäerinnen Anfang Juli in Budapest Rang vier belegt.

»Ich hatte von gestern ziemlich viel Aufwind und habe Lena da mitgenommen«, sagte Punzel, die am Mittwoch mit Lou Massenberg den Titel im Mixed-Synchronspringen gewonnen hatte. »Der vierte Sprung ist unser Wackel-Sprung. Wenn der kommt, wirds ein guter Wettkampf. Ich wollte mein Bestes geben und es hat funktioniert«, sagte Hentschel.

Am Mittwoch hatte Punzel zusammen mit Lou Massenberg den deutschen Wasserspringern im vierten Finale die erste Medaille beschert. Die 27-Jährige, die nach dem Rücktritt des Rekordeuropameisters Patrick Hausding die Führungsrolle im Team übernommen hat, steigerte ihre Ausbeute damit auf sieben EM-Titel.

Kurz nach dem Erfolg der Springerinnen verpasste Moritz Wesemann eine weitere Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) nur knapp. Der 20-Jährige aus Halle/Saale, der wegen einer Coronainfektion von der WM vor sieben Wochen abgereist war, sprang im Foro Italico im 1-m-Finale mit 379,00 Punkten auf den vierten Platz. Sein Vereinskollege Timo Barthel, WM-Dritter im 3-Meter-Synchronspringen, belegte mit 340,70 Zählern Rang acht.

ara/dpa/sid
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