Segelsport Neuseeland gewinnt zum vierten Mal den America's Cup

Neuseeland setzt sich im America's Cup gegen Herausforderer Italien durch. Der Jubel beim »Team der fünf Millionen« ist groß. Die Zukunft des 170 Jahre Wettbewerbs blieb am Finaltag allerdings offen.
Neuseeland gewinnt nach 1995, 2000 und 2017 erneut den America's Cup

Neuseeland gewinnt nach 1995, 2000 und 2017 erneut den America's Cup

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GILLES MARTIN-RAGET / AFP

Die Segler aus Neuseeland haben den 36. America's Cup gewonnen. Die Titelverteidiger holten am Mittwoch den entscheidenden Sieg und setzten sich in ihrem Heimatrevier mit 7:3 gegen Herausforderer Italien durch. Nach 1995, 2000 und 2017 ist es der vierte Cup-Triumph für das Emirates Team New Zealand mit Steuermann Peter Burling. »Das bedeutet uns als Team die Welt«, sagte der 30-jährige Burling nach dem entscheidenden Sieg.

In Rennen zehn konnte die neuseeländische »Te Rehutai« die Ziellinie des Kurses im Waitemata Harbour vor Auckland 46 Sekunden vor »Luna Rossa« mit den Co-Steuermännern Francesco Bruni (Palermo) und Jimmy Spithill (Sydney) erreichen. Italien musste sich auch im sechsten Anlauf von Rennstallbesitzer Patrizio Bertelli geschlagen geben.

Zukunft des America's Cup ist noch offen

Die als vorbildlich geltende Corona-Bekämpfung Neuseelands ließ es zu, dass viele Zuschauer sich zum kollektiven Jubel versammeln konnten. Im Hafen von Auckland drängelten sich Tausende Boote mit Zuschauern. Auch an Land gab es angesichts der Hunderttausenden von Menschen kaum noch Platz, als sich Neuseelands Segel-Helden den Weg zur Siegerehrung bahnten.

In Neuseeland wird Team New Zealand auch das »Team der fünf Millionen« genannt, weil die Bevölkerung geschlossen hinter dem seit fast drei Jahrzehnten erfolgreichsten Cup-Team steht. Die neuseeländische Regierung um Premierministerin Jacinda Ardern gratulierte zum Sieg und signalisierte sofort finanzielle Unterstützung für die nächste Verteidigung.

Die Zukunft des 170 Jahre alten America's Cup blieb am Triumph-Tag der Neuseeländer zunächst aber offen. Aufgrund des ungewöhnlichen Regatta-Charakters, in der das siegreiche Team nach der Stiftungsurkunde von 1857 die Rahmenbedingungen für die Folgeauflage diktiert, bleibt abzuwarten, wie Neuseeland die 37. Edition gestalten will.

ara/dpa
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