Kommissionsbericht zu sexuellem Kindesmissbrauch im Sport "Die Täter gehen strategisch vor"

Eine unabhängige Kommission um Sabine Andresen hat untersucht, warum es in Sportvereinen so häufig zu Sexualstraftaten kommt. Was können Eltern tun, um ihre Kinder zu schützen?
Ein Interview von Markus Sutera
"Wir müssen davon ausgehen, dass die Dunkelziffer des sexuellen Missbrauchs im Sport sehr hoch ist"

"Wir müssen davon ausgehen, dass die Dunkelziffer des sexuellen Missbrauchs im Sport sehr hoch ist"

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Carol Yepes / Getty Images

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SPIEGEL: Frau Andresen, Sie sind Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, die seit anderthalb Jahren Betroffene aus dem Sport aufruft, sich zu melden. Wie lautet Ihre Bilanz?

Andresen: Mit der Aufarbeitung im Sport stehen wir erst am Anfang. Bei der Kommission haben sich rund hundert Menschen gemeldet. Betroffene, aber auch Personen, die als Angehörige, Freunde oder Mitarbeitende in Vereinen von sexuellem Kindesmissbrauch im Sport berichten wollen. Die Zahl ist nicht repräsentativ, wir müssen auch hier von einem großen Dunkelfeld ausgehen. Für die Aufarbeitung ist die Bereitschaft von Betroffenen, darüber zu berichten, ganz wichtig. Denn jede einzelne Geschichte ist sehr wertvoll.

Zur Person
Foto: imago/ Metodi Popow

Sabine Andresen, 54, ist Professorin für Pädagogik an der Universität Frankfurt am Main. Seit 2016 ist sie Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs. Die Kommission wurde von der Bundesregierung eingesetzt. Sie soll Ausmaß, Art und Folgen sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche aufdecken. Im Kern der Arbeit steht das Anhören von Personen, die von sexuellem Missbrauch betroffen waren.

SPIEGEL: Wovon berichten sie Ihnen?

Andresen: Viele von ihnen haben gegenüber der Kommission das erste Mal über den Missbrauch gesprochen, den sie erfahren haben. Manche berichten von übergriffigen Berührungen, aber auch von Vergewaltigungen. Die Sportarten, in denen die Betroffenen aktiv waren, beschränken sich nicht auf einige wenige, sondern zeigen das gesamte Spektrum.

SPIEGEL: Was haben Ihnen die Menschen erzählt?

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