Deutsche Siebenkämpferinnen bei Leichtathletik-EM »Ich weiß nicht, wann ich zuletzt so einen Spaß hatte«

Carolin Schäfer und Sophie Weißenberg können im Siebenkampf bei der Heim-EM in München auf Top-Platzierungen hoffen – Gold scheint wieder einmal für Nafissatou Thiam reserviert zu sein.
Carolin Schäfer

Carolin Schäfer

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KAI PFAFFENBACH / REUTERS

Carolin Schäfer und Sophie Weißenberg können im Siebenkampf bei der Heim-EM in München auf Top-Platzierungen hoffen – die Medaillen sind aber außer Reichweite. Schäfer, Trainingspartnerin von Zehnkampf-Europameister Niklas Kaul, liegt nach dem ersten Tag mit 3707 Punkten auf Platz sechs. Weißenberg (3706) geht als Siebte in den zweiten Tag.

Schäfer, WM-Zweite von 2017 und EM-Dritte von Berlin 2018, und auch Weißenberg steuern rund 6300 Punkte an. »Das macht so Bock, hier auf der Bahn zu stehen. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt so einen Spaß hatte«, sagte Schäfer im ZDF. Ihr Plan für den zweiten Tag? »Voller Angriff. Mal schauen, was rauskommt«, ergänzte sie später.

Schäfer hatte auf WM verzichtet

Schäfer war nach ihrem WM-Verzicht wegen Trainingsrückstandes mit der fünftbesten Hürdenzeit am Morgen gut gestartet und war auch zum Abschluss mit den 24,16 Sekunden als Siegerin ihres 200-Meter-Laufes glücklich. Als Ziel hatte die 30 Jahre alte Frankfurterin einen Platz unter den ersten Sechs ausgegeben.

Sophie Weißenberg lag nach 1,80 Metern im Hochsprung auf dem geteilten vierten Rang, fiel aber im Kugelstoßen zurück. Für die 200 Meter brauchte die 24-Jährige von Bayer Leverkusen wie Schäfer dann 24,16 Sekunden.

Gold scheint wieder einmal für Titelverteidigerin, Weltmeisterin und Olympiasiegerin Nafissatou Thiam reserviert zu sein. Die Belgierin liegt nach vier Disziplinen mit 4063 Punkten souverän in Führung. Vizeweltmeisterin Anouk Vetter (3824/Niederlande) lauert auf Rang drei.

Emma Oosterwegel, Olympia-Dritte von Tokio, ist nach einem Sturz über die Hürden ausgeschieden.

ara/dpa/sid
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