Achilles' Ferse Gebirgige Muskelmassen

Heute widmet sich das Achilles-Team den Basisfragen des Laufens. Wofür ist das Aufwärmen gut? Mit welchen Übungen steigere ich meine Leistungsfähigkeit? Und ganz wichtig: Wie führe ich den Nachwuchs an den Sport heran? Eines vorweg: Ruhm ist nicht umsonst zu bekommen.


Hallo Achim,

Ich habe gleich drei Fragen.
Viele Grüße, Ralf

Frage I: Mein sportbegeisterter Sohn Felix, 8, ist eher klein und schmächtig. Gegenüber seinen Altersgenossen hat er in vielen Sportarten Nachteile. Nun hat er den Ausdauersport entdeckt und läuft des öfteren auf dem Schulhof 20 Minuten. Beim jährlichen Volkslauf in unserem Ort will er dieses Jahr über 3,8 Kilometer an den Start gehen. Im Training ist er mit mir die Strecke in knapp einer halben Stunde abgetrabt, ohne nachher ausgepumpt zu wirken. Natürlich möchte ich ihm die Freude am Laufen erhalten, möchte ihn aber auch nicht überlasten. Was tun?

Lieber Ralf,
einfach laufen lassen. Was kann passieren, wenn er die Strecke kennt und locker bewältigt? Kinder haben meist nur das Problem, dass sie gerade im Wettbewerb zu schnell starten und dann eingehen. Deswegen solltest du ihm eine kleine einfache Renntaktik verraten und mal mit ihm üben: Das erste Drittel verhalten, das zweite etwas zügiger und zum Ziel hin dann volle Pulle. Und nimm den Fotoapparat mit: Solche Bilder sind spätestens beim Olympiasieg in 20 Jahren Gold wert. Du kannst übrigens gern einen Beratervertrag mit mir abschließen.
Gruß, Achilles-Sportmanagement

Ausdauersportler: Einsatz bis zum Letzten
DPA

Ausdauersportler: Einsatz bis zum Letzten

Frage II: Gibt es für das Aufwärmen einen anderen Grund als das Vorbeugen gegen Verletzungen? Ich frage, weil eines der größten Probleme beim Langstreckenlauf - ob für Mensch oder Tier - die Wärmeabfuhr ist. Unter diesem Gesichtspunkt scheint es mir widersinnig, den Körper schon vor dem Start auf Betriebstemperatur zu bringen.

Hallo Ralf,
es gibt tatsächlich noch einen Grund: Trainingszeit ist kostbar. Und nur gewissenhaft erwärmte Sportler kommen schon beim ersten Tempolauf im Training oder auf dem ersten Kilometer im Wettkampf auf die gewünschte Geschwindigkeit.
Gruß, Jens Karraß

Frage III: Wenn ich mich recht erinnere, empfiehlt der Rennguru Arthur Lydiard, Bergläufe ins Training einzubeziehen, um die Beinmuskulatur zu kräftigen und den aktiven Fußeinsatz in der Stemmphase zu fördern, während Ernst van Aaken das Laufen in der Ebene für die Wettkampfvorbereitung propagiert. Nach meiner Einschätzung benötigt man für bergauf andere Muskelgruppen als für die flache Strecke. Was ist nun richtig?

Lieber Ralf,
beides ist natürlich richtig. Bergläufe sind für erfahrene Läufer das Salz in der Suppe. Sie bedeuten: mehr Kraft, mehr Ausdauer, mehr koordinative Fähigkeiten, mit wenig Aufwand erreichbar. Geht es jedoch in die heiße Wettkampfphase, dann soll schnell gelaufen werden, also in der Ebene. Was mir bei Lydiard besonders gefällt, ist sein Saisonaufbau und die Ruhe und Gelassenheit, die aus seinem Plan spricht. Wenn man sich daran hält, ist Erfolg nicht zu vermeiden. Kaufen!
Noch einen Gruß, Jens Karraß

insgesamt 1475 Beiträge
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Paulizei, 11.04.2005
1. Thema gestorben?
Hallo liebe Laufsportfanatiker, Walker-Hasser oder -Anwälte, Spiegelleser oder sonstige Ehrgeizlinge! Hat diese herrliche Thema den Umzug ins neue Forum nicht überlebt oder seid Ihr in Woche 2 vor dem Olympus Marathon alle so intensiv im Lauftraining, dass keine Zeit mehr für weltliche Angelegenheiten wie das Internet bliebt? Es grüsst Euch Eure Startnummer 16781
seductive, 12.04.2005
2. Pillen-Anleitung
also, ich find ja den Beitrag von Achilles sehr lustig. Leider glauben echt viele Leute dran, dass das Zeug was hilft. Ich muss gestehen, einige Sachen muss ich auch nehmen, allerdings nach Anraten des Arztes. Dass Eisen stopft, hab ich selbst noch nie bemerkt. Magnesium gegen die Krämpfe - wenn ich das mal einige Wochen nicht nehme, weiß ich genau, dass ich beim Spitzentanz nach einigen Minuten wieder fiese Krämpfe in den Fußsohlen kriege, die mir schwerelose Drehungen und minutenlange Balance unmöglich machen. Vitamine etc. nehme ich mit der Nahrung genug auf, nur an Magnesium und Eisen fehlt es mir oft. dass die sich gegenseitig aufheben, ist klar. Zink gegen die Erkältung, das ist doch auch selbstverständlich. Man sollte nicht jedes Mittelchen verteufeln. Aber wahre Sportler greifen sowieso lieber zur altbekannten ACE-Mischung (Kenner wissen, was ich meine). Ob man dann evtl. weit vor der Zeit einen Herzkasperl kriegt und vielleicht mit 25 tot umfällt, ist ja egal - denn man trainiert ja effektiver...
Carmen Cienfuegos, 19.04.2005
3.
---Zitat von sysop--- Jogging, obwohl eine fast schon archaische Form des Fitnesstrainings, bleibt nach wie vor angesagt. Unser Kolumnist Achim Achilles ist ein Durchschnittssportler, aber einer mit Ambitionen. Er läuft, weil er will und muss. Er kämpft um Kondition und gegen die Bequemlichkeitsverfettung. Sind Sie auch ein "heimlicher Achim"? Wie halten Sie es mit dem Training? Joggen wie Achilles? Oder was ist Ihr Rezept gegen Bauch und Trägheit? ---Zitatende--- Dem Marathon Achim rate ich: Creme alle Koerperteile die wundlaufen oder heisslaufen koennen mit Calendula Babycreme ein. Lass die billige Vaseline weg. Keine Chemie oder Drogen schlucken. Doping ist fuer loser. Mental stark antreten. Hoer dir volle Lautstaerke per Headset die Musik: We are the Champions oder Like a rock oder Against the Wind etc. an. Harte Sohlen fressen (wie beim Auto) weniger Energie. Alles andere ist Gummizelleneffekt. Das Abrollen der Sohlen macht den Lauf weich, elegant und elastisch. Das kann man sich antrainieren. Viel Glueck und Willenstaerke.
robbatberlin 26.04.2005
4.
Find ich ja doch ganz schön schade, daß Achim so gelitten hat bei seinem ersten Marathon, daß er jetzt nie wieder will... Aber vielleicht legt sich dieser Wunsch ja wieder. Denn 4.20 ist ja keine schlechte Zeit fürs erste Mal! Das ist ausbaufähig! :)
Paulizei, 26.04.2005
5. Herzlichen Glückwunsch
---Zitat von robbatberlin--- Find ich ja doch ganz schön schade, daß Achim so gelitten hat bei seinem ersten Marathon, daß er jetzt nie wieder will... Aber vielleicht legt sich dieser Wunsch ja wieder. Denn 4.20 ist ja keine schlechte Zeit fürs erste Mal! Das ist ausbaufähig! :) ---Zitatende--- Ist doch normal, oder? Ich jedenfalls bin bisher zwar erst 2 Marathons gelaufen, falle danach aber offenbar immer in ein psychisches Loch. Spätestens bei Kilometer 30 kommt die Einsicht, wie schwachsinnig es ist, im dritten Jahrtausend noch 42km zu laufen. So schlimm sind die Benzinpreise nun auch wieder nicht. Nach Überschreiten der Ziellinie stand dann beide Male fest: Nie wieder! Wo ich letztes Mal noch in 48stündige Bewusstlosigkeit fiel, konnte ich diesmal nach einem langen heißen Bad wenigstens schon wieder ohne fremde Hilfe gehen, was mich zu dem Schluß wird, dass die körperlichen Konsequenzen von Mal zu Mal weniger schlimm ausfallen. Das psychische "Down" bleibt aber vermutlich. Sorgen würde ich mir an Achims Stelle nur machen, wenn er nicht von allein scharf drauf wird, seine eigene Bestzeit zu knacken, nachdem die Schmerzen erstmal verflogen sind... In dem Sinne :-)
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