Cas-Urteil gegen Rad-Star Contador akzeptiert seine Dopingsperre

Radstar Alberto Contador hat seinen Widerstand gegen die zweijährige Dopingsperre aufgegeben. Er sieht in einem Einspruch gegen das Urteil des Sportgerichtshofes keine Erfolgsaussichten. So wird die Tour de France 2012 in jedem Fall ohne den Spanier stattfinden.
Spaniens Radstar Contador: "Einspruch ohne Erfolgsaussichten"

Spaniens Radstar Contador: "Einspruch ohne Erfolgsaussichten"

Foto: Denis Doyle/ Getty Images

Hamburg - Der spanische Radprofi Alberto Contador lässt seine zweijährige Sperre durch den Internationalen Sportgerichtshof Cas nicht vor der Schweizer Justiz anfechten. "Meine Anwälte sagten mir, dass ein solcher Einspruch praktisch keine Erfolgsaussichten hätte", sagte Contador der spanischen Zeitung "El Mundo". Die Frist für einen solchen Einspruch war am Montag abgelaufen.

"Selbst wenn die Schweizer Gerichte meinen Einspruch akzeptiert hätten, wäre die Sache wieder beim Cas gelandet", sagte der 29-Jährige. "Und in die Sportjustiz habe ich jedes Vertrauen verloren."

Contador war vom Cas rückwirkend für zwei Jahre gesperrt worden. Grund war eine positive Dopingprobe auf Clenbuterol während seines dritten Sieges bei der Tour de France im Jahr 2010. Der Tour-Sieg wurde ihm rückwirkend aberkannt. Der Spanier selbst hat die Doping-Vorwürfe stets bestritten. Er behauptet, den verbotenen Wirkstoff durch den Verzehr verunreinigten Kalbfleisches aufgenommen zu haben. Clenbuterol wird illegal auch in der Kälbermast verwendet.

aha/dpa
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