Zverev kritisiert Trainer Lendl "Es werden sich viele Dinge ändern"

Den Streit mit seinem Ex-Manager hatte Alexander Zverev bereits als Mitgrund für seine Formschwäche angeführt. Nun übte er auch Kritik an seinem Trainer Ivan Lendl, der sich demnach zu wenig auf Tennis fokussiere.

In Wimbledon war für Zverev bereits in der ersten Runde Schluss
NIC BOTHMA/EPA-EFE/REX

In Wimbledon war für Zverev bereits in der ersten Runde Schluss


Erstmals seit drei Jahren wird Alexander Zverev wieder am Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum teilnehmen. Im Vorfeld des Sandturniers in seiner Heimatstadt, bei dem Zverev 2013 sein erstes Profimatch bestritten hatte, äußerte er nun Kritik an seinem Trainer Ivan Lendl.

"Manchmal gehen wir auf den Tennisplatz, du trainierst zwei Stunden lang, und eine halbe Stunde davon steht er mit dem Rücken zu mir und erzählt, wie er am Morgen davor Golf gespielt hat", sagte der 22-Jährige über Lendl, der in den Achtzigerjahren als Spieler 270 Wochen lang die Weltrangliste anführte. Außerdem habe der 59-Jährige einen neuen Hund, dem er viel Zeit widme.

Nach Zverevs enttäuschendem Auftritt in Wimbledon, wo er bereits in der ersten Runde gegen den tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely ausschied, sei es zum klärenden Gespräch gekommen: "Wir haben darüber gesprochen, und ich habe ihm gesagt, dass er seinen Fokus mehr auf Tennis konzentrieren soll", sagte Zverev. Aktuell wird er abwechselnd von seinem Vater und Lendl trainiert, der in Hamburg nicht dabei sein wird. Ob Zverev eine gemeinsame Zukunft mit dem Ex-Profi sieht, ließ er offen. "Es werden sich viele Dinge ändern", sagte er nur.

Ist ein Ende des Manager-Streits in Sicht?

Seine Formschwäche hatte Zverev bereits mehrfach mit dem andauernden Rechtsstreit mit seinem Ex-Manager Patricio Apey in Verbindung gebracht. "Alles, was außerhalb des Spielfelds passiert, hat einen Effekt auf mich. Ich muss das klären, um wieder gut spielen zu können", hatte Zverev nach der Niederlage gegen Vesely gesagt.

In Hamburg deutete der Weltranglistenfünfte nun Fortschritt in dieser Angelegenheit an. "Ich bin viel weiter. Es wird in den nächsten paar Tagen alles noch klarer. Ich bin froh, dass sich das so langsam aufklärt und ich mich komplett wieder auf Tennis konzentrieren kann", sagte Zverev. Apey hatte sich gegen Zverevs Anschuldigungen gewehrt und persönliche Gespräche angeboten. Ob es dazu gekommen ist, verriet Zverev nicht.

Über seine Rückkehr nach Hamburg sagte Zverev: "Ich weiß, dass ich zu Hause bin, ich weiß, dass das Publikum hinter mir stehen wird." In den vergangenen Jahren hatte der 22-Jährige das Turnier in seiner Heimat gemieden und war stattdessen zum Hartplatzturnier nach Washington gereist, um mit der Vorbereitung auf die US Open zu beginnen.

mrk/sid



insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
dieter-ploetze 18.07.2019
1. die anderen sind schuld
wenn das wirklich so ist, da sollte zverev tabula rasa machen und die umstaende schleunigst aendern. wenn er das nicht tut, braucht er womoeglich diese ausreden.
zweitakterle 18.07.2019
2. alle sind schuld...
nur S´Büble net ! Alexander : so wird das nie was.
peter-11 18.07.2019
3. Na ja
Es könnte aber auch in erster Linie an dem jungen Mann selbst liegen. Bei einem Herrn Federer würde man solche "Entschuldigungen" niemals hören oder lesen. Er spielt wohl nicht nur im Tennis in einer anderen Klasse.
murun 18.07.2019
4. Was für eine Mimose
Zwerev wird nie ein richtig Großer im Tennis. Das eigene Versagen allein an Manager und Trainer festzumachen, spricht von mangelnder Selbstreflexion. Das Talent hätte er, menschliche Größe und Hinterfragen der eigenen Leistung wird ihm zeitlebens fehlen. Auch mit 22 sollte man eine gewisse menschliche Reife mitbringen...
spon1899 18.07.2019
5.
Eine der größten Heulsusen im Tennis.
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