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03. Juni 2019, 18:28 Uhr

French Open

Zverev erreicht zum zweiten Mal in Folge das Viertelfinale

Im Achtelfinale gegen Fabio Fognini erwischte der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev einen denkbar schlechten Start. Der 22-Jährige fing sich und zog ins Viertelfinale ein, wo ihn der Weltranglistenerste erwartet.

Alexander Zverev steht zum zweiten Mal in Folge im Viertelfinale der French Open. Gegen den Italiener Fabio Fognini setzte sich der Weltranglistenfünfte 3:6, 6:2, 6:2, 7:6 durch, nach 2:55 Stunden verwandelte Zverev im Tiebreak des vierten Satzes seinen dritten Matchball.

In der nächsten Runde trifft der Deutsche nun auf Novak Djokovic, aktuell die Nummer eins der Welt. Der Serbe hatte im Achtelfinale seinem Gegner Jan-Lennard Struff keine Chance gelassen. Das Viertelfinale hatte Zverev bereits vergangenes Jahr erreicht, im Halbfinale des Sandplatzturniers in Paris stand der 22-Jährige jedoch noch nie.

Beide Spieler starteten nachlässig in die Partie, allein in den ersten vier Spielen leistete sich Zverev sechs unerzwungene Fehler. Sein Gegenüber spielte nicht viel sauberer, entschied den Satz aber für sich. Obwohl Fognini führte, schienen er und seine Trainer, die beiden Ex-Profis Franco Davin und Corrado Barazzutti, verschiedener Meinung zu sein - so verschieden, dass der 32-Jährige während eines Wortgefechts mit seiner Box den Vogel zeigte.

Ab dem zweiten Satz stabilisierte sich Zverev zunehmend, insbesondere sein Aufschlag wurde besser. Einige Unsauberkeiten unterliefen ihm zwar immer noch, trotzdem gelang ihm der Ausgleich. Fognini merkte, wie sein Gegner die Kontrolle an sich riss, und gab einige Sprüche von sich, womit er Zverev aber nicht aus dem Konzept bringen konnte.

Beim Stand von 4:1 für den Deutschen im dritten Satz wurde Fogninis Frust deutlich: Wütend schleuderte er seinen Schläger zu Boden, traf dabei die Bank und erhielt eine Ermahnung. Außerdem hatte der Italiener offenbar Probleme mit seiner rechten Wade und musste eine kurze Behandlungspause einlegen.

Der vierte Satz begann wieder mit einigen Unkonzentriertheiten Fogninis. Nach einem erneuten Schlägerwurf fing er sich aber, wodurch es zu einigen sehenswerten Ballwechseln kam. Mehrfach ließ sich Zverev von Stoppbällen seines Gegners auf dem falschen Fuß erwischen und musste so in den Tiebreak. Dabei bekam er drei Matchbälle, wovon er den dritten nutzte.

mrk

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