Tennisturnier in Hamburg Zverev scheitert im Halbfinale am Titelverteidiger

Alelxander Zverev hat in seiner Heimatstadt das Finale verpasst. 5:2 führte er im Tiebreak des dritten Satzes gegen Nikolos Basilaschwili. Dann holte der Georgier fünf Punkte in Folge.

Alexander Zverev steht aktuell an Platz fünf der ATP-Weltrangliste
Daniel Bockwoldt / DPA

Alexander Zverev steht aktuell an Platz fünf der ATP-Weltrangliste


Zum ersten Mal seit drei Jahren hat Alexander Zverev wieder am ATP-Turnier in seiner Geburtsstadt Hamburg teilgenommen - für einen Finaleinzug hat es nicht gereicht. Gegen Vorjahressieger Nikolos Basilaschwili verlor der Weltranglistenfünfte 4:6, 6:4, 6:7 (5:7). Im Tiebreak des dritten Satzes hatte Zverev bereits 5:2 geführt, bevor sein Gegenüber vier Punkte in Folge holte und nach 3:07 Stunden seinen ersten Matchball nutzte.

Das Halbfinale bleibt beim Sandplatzturnier am Rothenbaum das beste Ergebnis für den an Nummer zwei gesetzten Zverev. 2014 hatte der 22-Jährige es bereits unter die letzten vier geschafft.

Am Freitag war Zverevs Trennung von seinem Trainer Ivan Lendl bekannt geworden. Vorausgegangen war eine deutliche Kritik Zverevs an der Arbeitseinstellung des 59-Jährigen. Lendl hatte den deutschen Hoffnungsträger seit den US Open vergangenen Jahres trainiert. Zuletzt war Zverev abwechselnd von seinem Vater und Lendl trainiert worden.

Verpasste Breakchancen

Das Match gegen Basilaschwili begann gut für Zverev. Gleich im ersten Spiel hatte er zwei Breakbälle, die er jedoch ungenutzt ließ. Sein Gegner, der sich im vorigen Jahr von der Qualifikation bis zum Titel gekämpft hatte, haderte anfangs mit seinem Aufschlag, ließ aber auch beim dritten Breakball nichts zu. Beim Stand von 2:3 musste Zverev schließlich seinen ersten Breakball abwehren.

Dann drehte sich die Partie zugunsten Basilaschwilis. Nach knapp einer Stunde hatte der 27-Jährige Satzball, der durch Zverevs sechsten Doppelfehler entschieden wurde. Wütend warf dieser seinen Schläger auf den Boden. Im zweiten Satz kassierte Zverev früh das Break zum 1:3, nahm seinem Kontrahenten aber direkt wieder den Aufschlag ab. Mit seinem elften Ass gewann der 22-Jährige schließlich den zweiten Durchgang.

Der entscheidende Satz begann schwierig für Zverev, der schnell 0:3 hinten lag. Der Hamburger kämpfte sich zurück und erzwang schließlich den Tiebreak. Dabei ging Zverev 5:2 in Führung, verlor dann aber fünf Punkte in Folge und damit das Match. Über die gesamte Dauer der Partie hatte er 16 Breakbälle liegen gelassen.

Basilaschwili feierte seinen neunten Sieg in Hamburg in Serie und darf auf eine erfolgreiche Titelverteidigung hoffen. Im Finale am Sonntag trifft der Weltranglisten-16. auf den Sieger der Partie zwischen dem Russen Andrey Rublev, der in der Runde zuvor den topgesetzten Dominic Thiem aus Österreich ausgeschaltet hatte, und dem Spanier Pablo Carreno Busta.

mrk/sid



insgesamt 11 Beiträge
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p.stoeckli 27.07.2019
1. der bessere und aktivere Spieler hat gewonnen
Ich bin neutral, ganz sicher. Der bessere Spieler steht im Final, obwohl er vor allem auch gegen das Publikum kämpfen musste ...
skeptikerjörg 27.07.2019
2.
Mal versuchen, ob es ohne zwei Kilo Goldketten am Hals besser geht. Irritiert weniger, wenn sie nicht immer hochfliegen.
pjotrmorgen 27.07.2019
3. Es ist immer schwer gegen gedopte Osteuropäer
An manchen Tagen reicht dann die Nomalleistung nicht, um solche Doper zu bezwingen. Das weiß auch Federer. Djokovic hätte ohne Doping vermutlich nur realistische 2-3 Grandslam Turniere gewonnen, Nadal vielleicht 3-4. Aber da gehört dazu, Zverev wird wieder kommen und siegen.
paul.lemke 27.07.2019
4. Seit wann
ist Nadal ein Osteuropäer? Und Djokovic wird sich wohl auch kaum als Osteuropäer bezeichnen. Zwerev soll erst mal vernünftig trainieren. Dann kann er auch auf Erfolge hoffen.
abcd63 27.07.2019
5.
Zverev ist genauso ein "Schönwetterspieler" wie Kerber. Normalerweise gehört so ein Typ wie Zverev nicht unter die Top10. Er nutzt nur kleine Turniere um Punkte zu sammeln, da wo die Grossen nicht auftauchen.
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