Als erste Russin Myskina gewinnt French Open

Anastasia Myskina hat in Paris Geschichte geschrieben und als erste Russin ein Grand-Slam-Turnier gewonnen. Im Finale der French Open setzte sich die 22-Jährige gegen ihre Landsfrau Elena Dementieva durch.


Schön gespielt: Anastasia Myskina
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Schön gespielt: Anastasia Myskina

Paris - Gerade einmal 59 Minuten brauchte Anastasia Myskina, um in die Geschichtsbücher einzuziehen. Ihr überraschend deutliches 6:1 und 6:2 gegen Elena Dementieva bedeutete den ersten Grand-Slam-Sieg einer Russin.

"Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich bin überglücklich und finde kaum Worte", sagte die Moskauerin. "Mein erster Titel, dazu noch in Paris gegen meine Freundin - das ist alles zuviel für mich". Die 22-jährige Myskina spielte wie ihre gleichaltrige Landsfrau Dementieva ihr erstes Grand-Slam-Finale.

Zwar verlor Myskina ihr erstes Ausfschlagspiel, doch in der Folge bestimmte sie die Partie und setzte ihre Rivalin, mit der sie nach eigener Aussage "schon im Sandkasten" gespielt hat, immer wieder mit gezielten Grundlinienschlägen unter Druck. Das einseitige Spiel endete nach knapp einer Stunde.

"Es war mein Traum, einmal hier zu gewinnen", sagt Dementieva nach ihrer deutlichen Niederlage, "deshalb ist es besonders schade, dass ich so schlecht gespielt habe".

Für ihren ersten Grand-Slam-Sieg kassierte Myskina ein Preisgeld von 838.500 Euro. Dementiewa blieb exakt die Hälfte. In der neuen Weltrangliste wird Myskina, die seit zwei Jahren von dem Deutschen Jens Gerlach trainiert wird, vom fünften auf den dritten Platz klettern. Dementiewa verbesserte sich vom zehnten auf den sechsten Rang.

Vor Myskina und Dementieva hatten bisher erst zwei Russinnen in einem Grand-Slam-Finale gestanden. Olga Morozova - die heute als Trainerin von Dementieva arbeitet - erreichte 1974 neben Paris auch das Endspiel in Wimbledon. 1988 verlor Natascha Zwerewa gegen eine Deutsche: Steffi Graf.



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