America's Cup Deutsches Syndikat entlässt Segler

Vorläufiges Ende deutscher America's-Cup-Hoffnungen: Ein Großteil der Segler des deutschen Syndikats wird entlassen. Grund ist der Gerichtsstreit zwischen BMW und Alinghi, der eine Ausführung des Segelwettbewerbs derzeit unmöglich macht.


Hamburg - Betroffen von den Entlassungen ist auch Teamchef Jochen Schümann. "Sämtliche Verträge, auch der von Jochen Schümann, laufen am 31. März aus und werden nicht verlängert", bestätigte Syndikatschef Michael Scheeren dem "Focus". Die Entscheidung geht zurück auf den Gerichtsstreit zwischen Cup-Verteidiger Alinghi (Schweiz) und Kläger BMW Oracle Racing (USA), der die America's-Cup-Welt seit Monaten lähmt und dessen Ende noch nicht in Sicht ist.

Deutsches Syndikat 2007: Dunkle Wolken, schlechte Aussichten
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Deutsches Syndikat 2007: Dunkle Wolken, schlechte Aussichten

"Wir können auf Dauer nicht ein großes Team finanzieren, ohne zu wissen, wann und wie es mit dem America's Cup weitergeht", sagte Scheeren. Die Entscheidung bedeute aber nicht das Aus für die deutschen Ambitionen beim America's Cup. Bei einer Neuauflage 2011 solle das Team wieder dabei sein. Auch die bisherigen Sponsoren (United Internet, Audi, Porsche Consulting) bekundeten für den Fall ihr Interesse.

Schümann bemühte sich in den vergangenen Wochen und Monaten, Alternativen für seine Mannschaft zu finden: "Wir müssen eigene Aktivitäten entwickeln. Deshalb arbeiten wir mit anderen Teams, insbesondere mit dem britischen Origin-Team, zusammen, um noch 2008 Grand-Prix-Rennen mit den bisherigen Jachten zu organisieren", hatte der zweimalige America's-Cup-Gewinner mit dem Schweizer Boot Alinghi gesagt.

fpf/dpa



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