Neue Jachten für den America's Cup Der fliegende Neuseeländer

Der nächste America's Cup wird wieder mit Einrumpfbooten gesegelt. Der amtierende Champion Neuseeland hat die Jachten jetzt vorgestellt: kantige Geschosse, die auf Tragflächen übers Wasser fliegen.
Animation der neuen AC75-Jacht für den America's Cup

Animation der neuen AC75-Jacht für den America's Cup

Foto: Virtual Eye/ AP

Beim America's Cup (AC) darf immer der amtierende Champion mit dem Herausforderer aushandeln, in welchem Revier die nächsten Regatten ausgetragen werden - und mit welchen Schiffen. Bei der letzten Auflage der Formel 1 zur See, die im Frühjahr dieses Jahres vor den Bermudas ausgetragen wurde, segelten die Teams mit 15 Meter langen Katamaranen, die auf Tragflächen übers Wasser rasten und dabei Geschwindigkeiten von mehr als 70 km/h erreichten.

Sieger Neuseeland will 2021 in den Gewässern vor Auckland segeln - und verabschiedet sich von den Doppelrumpf-Jachten; die neuen Schiffe sollen wieder nur einen Rumpf haben. Mit einer klassischen Jacht haben sie aber sonst kaum etwas gemein: Sie sind schmal und kantig, 75 Fuß lang, also knapp 23 Meter - und wie die Katamarane der letzten AC-Generation können sie fliegen.

Auf beiden Seiten des Rumpfs ragen Tragflächen aus dem Schiff, "Foils" genannt, auf denen sich die Jacht aus dem Wasser hebt. Geschwindigkeit: "Die neuen Monohulls haben das Potenzial, noch schneller zu segeln als die Katamarane", sagt der neuseeländische Teamchef Grant Dalton. Einen Kiel wie herkömmliche Rennjachten dieser Größe haben die Schiffe nicht - die Foils werden mit Ballast versehen, der ein Kentern verhindern soll.

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Allerdings machten Experten gleich auch eine potenzielle Gefahrenquelle aus: Einer der Foils ist immer hochgeklappt und ragt seitlich weit aus dem Wasser. Was passiert, wenn sich die Jachten bei engen Positionskämpfen mit den Tragflächen verhaken? "Die Antwort möchte man in der Realität wohl lieber nicht erleben", schreiben die Fachleute von Yacht.de  .

Überhaupt, schreibt die "Yacht", gefällt das radikale Design der kantigen Boliden nicht jedem Segler: Die "Fusion zwischen einem Boot und einem Kantenschneider", lästert ein Betrachter nach der Präsentation der Schiffe, und der britische Journalist James Boyd findet: "Sie sehen aus, als könnten sie den Strand hochkrabbeln und Eier legen." Ein AC-Fan in Auckland sieht weitere verblüffende Ähnlichkeiten:

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Der America's Cup ist die älteste Segelregatta, die bis heute ausgetragen wird - das erste Rennen fand 1851 statt und ging einmal um die Isle of Wight vor der Südküste Englands. Die traditionsreiche Regatta ist benannt nach dem ersten Schiff, das den Pokal holte: die Jacht "America" des New York Yacht Club.

oka/AP
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