America's Cup Neuseeland setzt Segel zurück zu alten Ufern

Die Rennmaschinen beim diesjährigen America's Cup hatten mit klassischen Segelbooten nicht viel gemein. Das wird sich zur nächsten Auflage ändern. Statt auf Katamaranen finden die Rennen 2021 wieder auf Einrumpf-Jachten statt.
Eine Yacht der J Klasse

Eine Yacht der J Klasse

Foto: Gregory Bull/ AP

Auf die Ingenieure der Teams, die am 36. America's Cup teilnehmen wollen, kommt viel Arbeit zu. Die nächste Auflage der ältesten Segelregatta der Welt wird nicht mehr auf Katamaranen, sondern wieder auf Einrumpf-Jachten ausgetragen werden. Das bestätigten sowohl Titelverteidiger Neuseeland als auch der offizielle Herausforderer Luna Rossa aus Italien.

"Es gibt den umfassenden Wunsch nach spektakulären Jachten, die sich spannende Rennen liefern, von den Zuschauern und Seglern aber auch wieder als Segelboote zu erkennen sind", heißt es in einem Statement von Team Neuseeland.

Beim 35. America's Cup, der im Juni vor Bermuda ausgetragen worden war, hatte sich Neuseeland gegen Titelverteidiger Team Oracle aus den USA durchgesetzt. Die Rennen wurden auf Hochgeschwindigkeits-Katamaranen gefahren, deren Rümpfe kaum Kontakt mit der Wasseroberfläche hatten, weil sie auf sogenannten Foils über die Strecke flogen.

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America's Cup 2017: Triumph des Foilens

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Traditionell darf der Sieger des America's Cup die Regeln der nächsten Auflage bestimmen. Oracle wollte sich darüber hinwegsetzen und schon vor Beginn der diesjährigen Regatta den Rahmen für die kommenden Ausgaben festlegen. Team Neuseeland weigerte sich ebenso dagegen wie der kommende Herausforderer Luna Rossa. Aus Protest gegen Oracle hatten die Italiener die Teilnahme am 35. America's Cup abgesagt und das neuseeländische Team unterstützt.

Nun setzen Titelverteidiger und Herausforderer gemeinsam umfassende Änderungen durch. Neben dem Wechsel der Boote wird auch wieder eine Nationenregel eingeführt, die sowohl für die jeweilige Crew als auch für den Bootsbau gilt. Damit muss sich Oracle einen neuen Skipper suchen. Bei den vergangenen drei Auflagen hatte der Australier Jimmy Spithill das US-Team angeführt.

Um die neuen Regeln umzusetzen und wettbewerbsfähige Boote zu bauen, bleibt allen Teilnehmern ausreichend Zeit. Der 36. America's Cup soll 2021 vor Auckland stattfinden. Weitere Details sollen Ende September bekanntgegeben werden.

mmm/dpa
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