Tennis Kerber steht ganz oben

Nun ist es offiziell: Angelique Kerber führt die neue Tennis-Weltrangliste an. Bis zum Saisonfinale muss die US-Open-Siegerin aber nachlegen, will sie nicht wieder von Serena Williams überholt werden.
Angelique Kerber

Angelique Kerber

Foto: Michael Reaves/ AFP

US-Open-Siegerin Angelique Kerber ist jetzt auch offiziell die neue Nummer eins im Frauen-Tennis. In der am Montag veröffentlichten Weltrangliste  wird die 28-Jährige als erste Deutsche nach Steffi Graf an der Spitze geführt. Kerber löst die Amerikanerin Serena Williams nach 186 Wochen als Weltranglistenerste ab.

Die 34-Jährige rutschte nach ihrem Halbfinal-Aus bei den US Open auf Platz zwei zurück. Auf Rang drei folgt die spanische French-Open-Siegerin Garbiñe Muguruza vor Agnieszka Radwanska (Polen) und der Rumänin Simona Halep. Kerbers Finalgegnerin Karolina Plísková machte in der Weltrangliste einen großen Sprung. Die Tschechin steigerte sich um fünf Plätze und steht nun auf dem sechsten Rang.

Fotostrecke

US-Open-Siegerin Kerber: Auf dem Weg zur Legende

Foto: AL BELLO/ AFP

Ob Kerber die Weltrangliste allerdings auch noch am Jahresende anführen wird, ist unsicher. Williams hat in den kommenden Wochen, wenn auf der WTA-Tour vor allem in Asien gespielt wird, keine Weltranglistenpunkte zu verteidigen. Höhepunkt ist das Saisonfinale in Singapur, das am 23. Oktober beginnt.

Bei Kerber sieht das anders aus. Sie hatte im vergangenen Jahr nach den US Open bei insgesamt fünf Turnieren mitgespielt und dabei insgesamt 1215 Weltranglistenpunkte geholt. Ihr Vorsprung auf Williams beträgt derzeit aber auch 1680 Punkte. Spielt die Deutsche konstant weiter, sollte sie beim kommenden Grand-Slam-Turnier in Australien im Januar erstmals an Position eins gesetzt sein.

Djokovic führt bei den Herren weiter souverän

Zweitbeste deutsche Spielerin in der Weltrangliste ist als 30. Laura Siegemund, die in New York den US-Open-Titel im Mixed holte. Annika Beck folgt auf Platz 38, Andrea Petkovic auf Rang 45, Anna-Lena Friedsam auf Rang 50. Sabine Lisicki rutschte nach ihrem Erstrunden-Aus erneut aus den Top 100, die einstige Wimbledon-Finalistin stürzte vom 84. auf den 113. Platz.

Bei den Herren bleibt der Serbe Novak Djokovic trotz seiner Finalniederlage in New York klar die Nummer eins vor dem britischen Olympiasieger Andy Murray. US-Open-Sieger Stan Wawrinka aus der Schweiz belegt nach wie vor Platz drei. Philipp Kohlschreiber und Alexander Zverev gehören als 26. und 28. weiter zu den Top 30.

krä/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.